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Columbus, Cook & Co.
Nautische Instrumente, Seekarten und Reiseberichte aus fünf Jahrhunderten

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Ausstellung 07.07.2006 - 09.09.2006

Abbildung des Flyerdeckblatts zur Ausstellung

Alte Illustration: Kolumbus erobert Amerika

Die Entdeckungen des 15. und 16. Jahrhunderts durch Männer wie Vasco da Gama, Christoph Columbus, Ferdinand Magellan gehören zu den großen Pioniertaten der Geschichte. Am Anfang dieser Abenteuer stand die Suche nach einem Seeweg nach Indien. Indien war gleichbedeutend mit den reichen Ländern des Orients, zu denen sich die Auftraggeber der Expeditionen direkte Handelskontakte mit den Erzeugern von Luxuswaren erhofften. Den Entdeckungs- und Handelsfahrten folgten jedoch auch die Kolonialisierung und in der Neuen Welt die Vernichtung alter Hochkulturen.
Durch die Erkenntnisse, die die Reisenden mitbrachten, veränderte sich das Weltbild der Menschen grundlegend. Abbildung einer Portulankarte Land- und Seekarten mussten immer wieder überarbeitet werden. Schiffstechnik und Navigation machten gewaltige Fortschritte. Hatte Columbus nur wenig mehr als einen Kompass und einige Hypothesen über den Umfang der Erde und die Lage der Kontinente, um den Kurs nach Westen zu verfolgen, so standen Cook für seine Fahrten genaue Karten und mehrere nautische Präzisionsinstrumente zur Verfügung.

Zu ihrer Orientierung auf See nutzten die frühen Entdecker und Kaufleute so genannte Portulankarten, Seekarten mit einer detaillierten Wiedergabe der Küstenlinien des Mittelmeerraumes sowie dazugehörige Routenbeschreibungen. Zusammen mit den Karten, die man aufgrund der Schriften des griechischen Geographen Ptolemaeus erstellt hatte, verfügte man über ein recht genaues Bild vom Mittelmeerraum. Je weiter man sich jedoch davon entfernte, umso ungenauer wurden die Karten.
Bis Mitte des 18. Jahrhunderts war den Europäern der größte Teil der Erdoberfläche bekannt. Nun ging man dazu über, die letzten weißen Flecken systematisch zu tilgen. So widerlegte James Cook mit seinen drei Weltumsegelungen die Fabel von einem großen Südkontinent, und Roald Amundsen erforschte die extremsten Punkte der Erde, den Nord- und Südpol.

Kompassstern

Doch Karten alleine reichten für die sichere Orientierung auf dem offenen Meer nicht aus. Für die Positionierung waren vor allem nautische Instrumente wie Kompass, Jakobsstab und später der Sextant wichtig. Parallel zur Entdeckung ferner Länder und Kontinente entwickelten sich Wissenschaft und Technik fort, so dass die Navigation immer präziser wurde.
Abbildung eines Jakobsstabs Im 15. Jahrhundert orientierte man sich neben dem Kompass am Polarstern, der zuverlässig die Nordrichtung anzeigt. Eine weitere sichere Navigationsmöglichkeit bot die Methode, nach einem Breitengrad, der bekannt war, zu segeln. So gelangte u.a. Columbus nach Mittel- und Südamerika. Ende des 16. Jahrhunderts löste der Davis-Quadrant den Jakobsstab ab, der bis dahin für die Messung von Sonnen- und Sternenhöhe verwendet worden war.
Abbildung eines Fernrohrs Die Entwicklungen im 17. und 18. Jahrhundert (Fernrohr, Sextant, Oktant, Chronometer) schufen die Voraussetzungen für eine exakte Bestimmung der geographischen Breite und Länge an Land und zur See. Positionen konnten nun sicher bestimmt werden, was nicht nur Cook seine erfolgreichen Reisen ermöglichte.
Abbildung der Funktionsweise eines Sextanten Die Festlegung des Null-Meridians von Greenwich und die Einführung von Zeitzonen im 19. Jahrhundert führten zu einer besseren Abstimmung und mehr Sicherheit im internationalen Seeverkehr. Im 20. Jahrhundert ersetzen Funk- und Satellitennavigation Sextant und Chronometer.

Mit illustrierten Reiseberichten, prachtvollen Kartenwerken, genauen Segelanweisungen und historischen Navigationsinstrumenten aus fünf Jahrhunderten zeigt die Ausstellung, dass die Geschichte der Entdeckungen, Eroberungen und Erforschung neuer Welten gleichzeitig die Geschichte der Navigation darstellt.

Die Ausstellung Columbus, Cook & Co. wird freundlicherweise mit Leihgaben aus der Johannes a Lasco Bibliothek Große Kirche Emden und mit zahlreichen historischen Navigationsinstrumenten aus der Privatsammlung Meyer-Haßfurther unterstützt.

Eröffnung:

Donnerstag, den 07.07.2006,
19.00 Uhr

Einführung:

Monika Meyer-Haßfurther (Oldenburg)
"Navigation von Columbus bis Cook - vom glücklichen Zufall zur mathematischen Präzision?"

Katalog:

Columbus, Cook & Co. Nautische Instrumente, Seekarten und Reisebeschreibungen aus fünf Jahrhunderten.
Hrsg. von Corinna Roeder.
Wuppertal: Foedus, 2002.
(Veröffentlichungen der Johannes a Lasco Bibliothek Große Kirche Emden ; 5)
ISBN 3-932735-67-6, 15,- Euro

Führungen:

19.07.07, 16 Uhr mit Corinna Roeder M.A.
01.08.07 und 01.09.07, jeweils 17 Uhr mit Monika Meyer-Haßfurther


Informationen:
Michaela Klinkow, M.A.,
Landesbibliothek Oldenburg, 
Tel. (0441) 505018-80,
E-Mail: klinkowat-Zeichenlb-oldenburg.de

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Stand: 23.08.2013

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