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Reineke Fuchs bearbeitet von Max Barak (Stuttgart 1925)

Ausstellung in der Landesbibliothek

Ausstellung 19.03.09 - 29.05.09

Reineke, Isegrim & Co.

Abbildung von 'Conrad Ludwig Beckmann: Reinke Fuchs' (Düsseldorf 1856)

Jeder kennt die Geschichte um Reineke Fuchs, der sich durch geniale Lügengeschichten und ausgesuchte Bosheiten aus allen prekären Lagen rettet und sich am Ende gegen seine Widersacher als Sieger durchsetzt. Als Johann Wolfgang von Goethe 1794 sein Epos über den listigen Fuchs veröffentlichte, erhob er den Stoff zur Weltliteratur, der Eingang in die Volks-, Kinder- und Jugend-, aber auch in die Dialektliteratur gefunden hat.

Abbildung von 'Ulrich Boner: Edelstein' (Bamberg 1461)

Die Ausstellung Reineke, Isegrim & Co. präsentiert die Geschichte der deutschen Tierepik ausgehend von der reichen Fabeltradition und der Naturlehre des Mittelalters und zeichnet die breite europäische Tradition nach, die die berühmten Brüder Grimm untersuchten und als Grundlage der deutschen Entwicklungen bestimmen konnten.

Abbildung von 'Reyneke Voß' (Rostock 1592) Abbildung von 'Froschmeuseler' (Magdeburg 1609)

Von der lateinischen und französischen Überlieferung lassen sich der elsässische Reinhart Fuchs, der ohne weitere Wirkung blieb, und das niederländische Epos Van den vos Reynaerde ableiten, auf das der niederdeutsche Reynke de vos zurückgeht.

Abbildung von 'Friedrich August Hackmann: Reineke de vos mit dem Koker' (Wolfenbüttel 1711) Abbildung von 'Friedrich August Hackmann: Reineke de vos mit dem Koker' (Wolfenbüttel 1711)

Reineke Fuchs bearbeitet von Max Barak (Stuttgart 1925)Mit dem Reynke de vos, der 1498 in Lübeck als Druck aufgelegt wurde, etabliert sich der Fuchs-Text in der Gestalt, wie er im 16. Jahrhundert in die konfessionellen Auseinandersetzungen eingebracht worden ist. Eine Sonderentwicklung, die sich um das Jahr 1600 zeigt und kleine Tiere wie Flöhe, Frösche und Mäuse als Protagonisten auf die literarische Bühne bringt - wie etwa im Froschmeuseler Georg Rollenhagens -, wird in einer eigenen Abteilung vorgestellt, bevor der Weg zu Goethes Reineke Fuchs nachgezeichnet und die Vermarktung mit den Illustrationen Wilhelm von Kaulbachs beschrieben wird. In diese späte Entwicklung gehören auch satirische Texte, die den Fuchs stets auf seinem Weg begleiteten.

Unter den mehr als 80 Exponaten der Ausstellung "Reineke, Isegrim & Co." befinden sich Leihgaben aus verschiedenen Bibliotheken und Archiven, darunter Goethes Manuskript des "Reineke Fuchs" sowie Teile des Nachlasses von Jacob Grimm.

Abbildung von 'Antonius von Pforr: Buch der Beispiele' (Ulm 1483/84)

Zur Ausstellung erscheint ein illustrierter Katalog:
W. Günther Rohr:
Reineke, Isegrim & Co.
Katalog zur Ausstellung in der Landesbibliothek Oldenburg
19. März bis 29. Mai 2009.
Oldenburg: Isensee, 2009.
(Schriften der Landesbibliothek Oldenburg ; 47)
ISBN 978-3-89995-599-6
Preis: 7,- €

Die Ausstellung läuft als Parallelausstellung zu "Tierisch moralisch (externer Link)Symbol für externen Link", einer Ausstellung im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg (externer Link)Symbol für externen Link

Goethe-Ausgabe mit Illustrationen von Wilhelm von Kaulbach (Stuttgart/Tübingen 1846)

Eröffnung:
am Donnerstag, 19. März 2009,
um 19.00 Uhr
mit einer Einführung von PD Dr.Dr. W. Günther Rohr (Universität Koblenz-Landau) und einer Lesung von Richard Philipp Pooth (Bocholt) aus "Van de vos Reynaerde"

Vorträge:
02.04., 19.00 Uhr:
PD Dr. W. Günther Rohr (Universität Koblenz-Landau):
"Von Fröschen, Mäusen und Flöhen. Allerlei Tierepen um 1600"
07.05., 19.00 Uhr:
Dr. Friedel Roolfs (Universität Münster):
"De Reynkens kunst nicht heft ghelerd, de is tor werlde nicht vele werd.". Der Lübecker Druck 'Reynke de vos' von 1498
28.05., 19.00 Uhr:
Prof. Dr. Anabella Weismann (Universität Oldenburg):
"Schurke - Schelm - Menschenfreund. Der Fuchs in Kinderliteratur und Propaganda"

Führungen:
mit Drs. Hans Beelen (Universität Oldenburg)
am 25.03., 18.00 Uhr und 14.05., 17.00 Uhr


Informationen:
Michaela Klinkow, M.A.,
Landesbibliothek Oldenburg, 
Tel. (0441) 505018-80,
E-Mail: klinkowat-Zeichenlb-oldenburg.de

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Stand: 29.11.2013

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