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Ausstellung in der Landesbibliothek

Ausstellung 25.11.2010 - 26.02.2011

Foto von Georg Friedrich Brandes

Sammelkultur im Geist der Aufklärung.
Die Bibliothek des Hannoveraner Beamten
Georg Friedrich Brandes
in der Landesbibliothek Oldenburg

Eine der bedeutendsten Privatbibliotheken der Aufklärung

Der Kernbestand der Landesbibliothek Oldenburg, die Bibliothek des Hannoverschen hohen Beamten und Sammlers Georg Friedrich Brandes (1719-1791) wird in der Forschung neuerdings als eine der bedeutendsten privaten Büchersammlungen des 18. Jahrhunderts in Deutschland und sogar in Europa eingestuft. Herzog Peter Friedrich Ludwig hatte diese Privatbibliothek mit ihren ca. 22.000 Bänden 1790 erworben, um damit in Oldenburg eine öffentliche Bibliothek zu gründen, die heutige Landesbibliothek. Zum ersten Mal wird diese Sammlung nun umfassend in einer buch- und vor allem kulturhistorisch interessanten Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt - ein Ergebnis jahrelanger Forschungen der Historikerin und ehemaligen wissenschaftlichen Bibliothekarin Gabriele Crusius (Oldenburg).

Exlibris von Georg Friedrich Brandes

Leser, Sammler und Connaisseur

Vor dem Hintergrund der Biographie von Brandes zeigt und kommentiert die Ausstellung charakteristische Teile seiner Bibliothek unter den Leitaspekten Bibliophilie, Aufklärung und Anglophilie. Eine Auswahl aus weit über tausend unveröffentlichten Privatbriefen des Sammlers mit einer Fülle von Lektüreberichten dokumentiert ein bedeutendes Stück deutscher Lesergeschichte im Zeitalter der Aufklärung. Durch eine Vielzahl kostspieliger Luxusdrucke der Zeit, die oft mit erstklassigen Kupferillustrationen von bedeutenden Malern und Stechern des Rokkoko und Klassizismus ausgestattet sind, erhält die Präsentation eine hohe Anschaulichkeit und Opulenz. Dazu tragen auch die vielen prachtvollen Einbände bei, die sowohl von Brandes selbst als auch von berühmten Vorbesitzern stammen. Die Ausstellung beschränkt sich nicht auf Bücher, sondern bietet zusätzlich Objekte zeitgenössischer privater Sammelensembles (z.B. Schausammlungen von Gemmen, Porträts) sowie Gegenstände, welche die Kulturgeschichte der europäischen Eliten des 18. Jahrhunderts (Schreibkultur, Wohnkultur) illustrieren.

Buchcover von 'The Seasons'

Deutsch-englischer Kulturtransfer im 18. Jahrhundert

Die Besonderheit der privaten Büchersammlung aus Hannover ergibt sich aus ihrem Charakter als Anglophilenbibliothek. Dieses Merkmal sowie die Funktion der Brandesschen Bibliothek als Instrument des englisch-deutschen Kulturtransfers im Umfeld des Kurfürstentums Hannover und der Universität Göttingen werden in der Schau besonders herausgearbeitet und illustriert. Brandes' Anglophilie spiegelt sich gerade in den Fachgruppen Schöne Literatur, Geschichte und Geographie.

Verschollene Kunst in der Bibliothek

Ein zusätzliches Highlight der Ausstellung bilden Kupferstichsuiten, welche in einigen Klebebänden als Teil der Bibliothek überliefert sind. Sie verweisen auf die hohe Qualität der Brandeschen Kupferstichsammlung, die nach dem Tod ihres Besitzers 1796 als Ensemble untergegangen ist und deren Spuren es im Einzelnen zu verfolgen gilt.

Porte de Cumes

Eine Auswahl von charakteristischen Bänden
aus der Sammlung Brandes wurde digitalisiert:
http://digital.lb-oldenburg.de.

Vignette aus: 'Salomon Gessners Schrifften'

Eröffnung
Donnerstag, 25.11.2010, 19.00 Uhr
im Vortragsraum der Landesbibliothek mit
Prof. Dr. Dr. h.c. Paul Raabe, Wolfenbüttel
und Prof. Dr. Wolfgang Adam, Osnabrück

Vortrag
Freitag, 07.01.2011, 18.00 Uhr
'Zum Nutzen und Vergnügen -
Georg Friedrich Brandes (1719-1791) als Kupferstichsammler'
von Dr. Andreas Priever, Bielefeld

im Vortragsraum der Landesbibliothek mit

Öffentliche Führungen
Donnerstag, 09.12.10, 17.30 Uhr
Donnerstag, 13.01.11, 17.30 Uhr
Samstag, 29.01.11, 10.30 Uhr
Freitag, 04.02.11, 15.00 Uhr
Die Führung am 04.02.11, 15.00 Uhr fällt krankheitsbedingt aus.
Ersatztermin: Mittwoch, den 09.02. 15.00 Uhr
Samstag, 19.02.11, 10.30 Uhr

Gruppenführungen auf Anfrage
Telefon: 0441/505018-80
Preis: 30,- Euro pro Gruppe

Begleitbuch
Gabriele Crusius:
Sammelkultur im Geist der Aufklärung.
Die Bibliothek des Georg Friedrich Brandes
in der Landesbibliothek Oldenburg
Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2010.
Zahlreiche Abbildungen
(Schriften der Landesbibliothek Oldenburg ; 51)
ISBN 978-3-8253-5762-7
Preis 16 €


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Finissage zur Ausstellung
'Sammelkultur im Geist der Aufklärung.
Die Bibliothek des Hannoveraner Beamten
Georg Friedrich Brandes'

Mittwoch 23.02.2011, 19.00 Uhr
Landesbibliothek Oldenburg

Kurzvorträge:

Eröffnung - Die digitale Sammlung Brandes
(Corinna Roeder)

Die Brandes-Ausstellung in Oldenburg.
Resonanz und Ausblicke
(Dr. Gabriele Crusius)

Aktivitäten der Oldenburgischen Bibliotheksgesellschaft
im laufenden Jahr
(PD Dr. Rita Schlusemann)

Zum Altbestand der Landesbibliothek Oldenburg
(Dr. Klaus-Peter Müller)

Anschließend Diskussion mit dem Publikum und Herrn Drs. Johannes Beelen, Frau Dr. Gabriele Crusius, Herrn Prof. Dr. Detlef Haberland, Herrn Dr. Klaus-Peter Müller, Frau Corinna Roeder M.A. sowie Frau PD Dr. Rita Schlusemann (Moderation)


Der Eintritt ist frei.


Informationen:
Michaela Klinkow, M.A.,
Landesbibliothek Oldenburg, 
Tel. (0441) 505018-80,
E-Mail: klinkowat-Zeichenlb-oldenburg.de

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Stand: 29.11.2013

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