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Ausstellung in der Landesbibliothek

Ausstellung 01.11.2012 - 09.02.2013

Kinderbibeln Bilder vom Holzschnitt bis zum Comic.
Evangelisch - katholisch - jüdisch

Kinderbibeln
Bilder vom Holzschnitt bis zum Comic.
Evangelisch - katholisch - jüdisch

"So klein und so groß!" rief ein Kind beim Anschauen des Bildes von David und Goliath. Kees de Kort, der niederländische Kunsterzieher, erzählt, wie der junge David den Riesen Goliath nur mit einem Kiesel zu Fall bringt. Schon im Mittelalter entstanden biblische Bilder, die spätere Kinderbibeln beeinflussten.
Die erste, das "Passional", wurde von Martin Luther 1529 mit knappen Bibeltexten und Holzschnitten gestaltet. Die Reformation spielte demnach eine tragende Rolle bei der Entstehung von Kinderbibeln.
Seitdem sind ca. 1000 Titel für evangelische, katholische und jüdische Kinder entstanden; jährlich kommen neue auf den Markt, allein seit dem Jahr 2000 rund 200 Titel.

Heilsspiegel (um 1360)

Viele Kinderbibeln sind bebildert, teils im Stil der Renaissance, des Barock, der Romantik oder modern und bunt. Die Spanne reicht hier von Kees de Kort bis zum Comic.
Heute sind Kinderbibeln ohne Bilder undenkbar. Das "Passional" von Martin Luther, das erste evangelische Kinderbibelchen, schließt sich mit seinen Bildern an Dürers Passionen an.
Viele ältere Kinderbibeln lehnen sich an Vorbilder aus den Epochen der Kunstgeschichte an, z. B. Schnorr von Carolsfeld an die italienische Renaissance. Der Grund dafür ist, dass erst spät eine charakteristische Ikonographie für Kinder entwickelt wurde.

David gegen Goliath
Die Ausstellung "Kinderbibeln. Bilder vom Holzschnitt bis zum Comic. Evangelisch - katholisch - jüdisch" will anregen, Bilder aus Kinderbibeln zu vergleichen und nach Kriterien für Kinderbibeln heute zu fragen. Anhand von verschiedenen mehr oder weniger bekannten biblischen Motivreihen, angefangen von der Schöpfung bis hin zu Jesusgeschichten, werden unterschiedliche Interpretationen aus der evangelischen, katholischen und jüdischen Tradition aufgezeigt.
Dabei präsentiert die Schau sowohl "Klassiker" der Religionspädagogik, um den Mainstream der biblischen Bildung zu charakterisieren, als auch "Querdenker", um Neuerungsversuche darstellen zu können.

Die gezeigten Kinderbibeln stammen zum Teil aus dem Bestand der Landesbibliothek Oldenburg. Zahlreiche Leihgeber unterstützen diese Ausstellung mit ihren Kinderbibelausgaben.

Die Illustrationen von Kinderbibeln sind bisher kaum wissenschaftlich untersucht worden. Ihre Erforschung wurde nicht zuletzt seit den 1980er Jahren durch die Kuratorin der Ausstellung, die Theologin Prof. Dr. Christine Reents, angestoßen.
Die Schau bietet einen Einblick in die Ergebnisse der langjährigen Arbeit von Frau Reents zur Geschichte religiöser Erziehung und Bildung


Abbildung Frauen unter dem Kreuz

Ausstellungseröffnung
Donnerstag, 01. 11. 2012 um 19.00 Uhr
im Vortragsraum der Landesbibliothek

Begrüßung
Corinna Roeder
Landesbibliothek Oldenburg
Prof. Dr. Dagmar Freist
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Grußworte
Prälat Peter Kossen
Bischöflich Münstersches Offizialat
Pfarrer Henning Eden
Evangelisch-lutherische Kirche in Oldenburg
Rabbiner Jona Simon
Jüdische Gemeinde zu Oldenburg

Einführungsvortag mit Lichtbildern
Prof. em. Dr. Christine Reents
Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel

Musikalischer Rahmen
Gabriele Menzel (Saxophon)
und Michael Emser (Gitarre)

Führungen
Führungen auf Anfrage (Kostenbeitrag 30.- Euro) 0441/505018-0

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog:
Kinderbibeln : Bilder vom Holzschnitt bis zum Comic ; evangelisch - katholisch - jüdisch / Christine Reents
Katalog zur Ausstellung in der Landesbibliothek Oldenburg, 1. November 2012 - 9. Februar 2013
mit einer CD-ROM
Oldenburg : Isensee, 2012
(Schriften der Landesbibliothek Oldenburg ; 56)
ISBN 978-3-89995-930-7
12.- Euro

Logo des Projekts Freiheitsraum Reformation der Universität Oldenburg

Die Ausstellung wird in Kooperation mit dem
Institut für Geschichte der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
im Rahmen des Projekts "Freiheitsraum Reformation" veranstaltet.

Der Eintritt ist frei.


Informationen:
Michaela Klinkow, M.A.,
Landesbibliothek Oldenburg, 
Tel. (0441) 505018-80,
E-Mail: klinkowat-Zeichenlb-oldenburg.de

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