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Gefangener preußischer Volksschullehrer

Veranstaltungen im Archiv

Ausstellung 26.02.15 - 25.04.15

Im Westen nichts Neues? Die unbekannten Zeichnungen von Georges Victor-Hugo Sur le Front de Champagne (1915/16)

Man bringt uns einen DeutschenGeorges Victor-Hugo (1868-1925), Enkel des französischen Schriftstellers Victor Hugo (1802-1885), stand zeitlebens nur dann im Rampenlicht, wenn es um den Großvater ging. Wenige Jahre vor dem deutsch-französischen Krieg (1870/1871) in Brüssel geboren und seit März 1871 unter der Vormundschaft des Großvaters, besucht Georges Hugo schon als Kind die Schlachtfelder des kurz zuvor beendeten Krieges. Als junger Mann verprasst er das finanzielle Erbe Victor Hugos, und auf seinen Vorschlag geht das Haus Victor Hugos auf der Kanalinsel Guernsey 1927 an die französische Nation. Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbricht und sein Sohn Jean (1894-1984) wie seine Tochter Marguerite (1896-1984) Frankreich dienen, will auch Georges Victor-Hugo an der Schlacht teilhaben. Er meldet sich Ein Verwundeter im Krankenhaus von Châlonsfreiwillig und wird nach einer Zeit in der Etappe an der Maas Teil der französischen Truppen, die Ende September 1915 die Ferme de Navarin in der Champagne angreifen. Er kämpft selbst nicht mit, ist aber stets vor Ort und fertigt nach der Natur etwa 100 Zeichnungen, die er zum Teil mit Wasserfarben oder anderen Materialien koloriert. Schon von seinem Großvater dazu angehalten, das Gesehene mit dem Pinsel direkt vor Ort nach der Natur zu verewigen, schafft er eine beeindruckende Serie von Bildern: die zerrissene, mal schlammige, mal von Schnee und Eis bedeckte Landschaft, die Soldaten im Schützengraben und außerhalb, Verwundete und Tote beider Seiten. Niemals ist auch nur ein Anschein von Parteilichkeit oder Propaganda zu erkennen. Georges Victor-Hugo arbeitet in der Champagne aus freien Stücken, nicht im Auftrag. Wie der deutsche Maler und Schriftsteller Heinrich Vogeler (1872-1942) folgt Georges Victor-Hugo dem Bedürfnis, das Gesehene und Geschehene so darzustellen, dass die Ereignisse auch nach fast 100 Jahren heute noch gegenwärtig sind.


25. September 1915. Der erste Tag des Angriffs

60 dieser Zeichnungen von Georges Victor-Hugo wurden 1917 in Paris in einer Faksimile-Edition "Sur le Front de Champagne" veröffentlicht. Nur wenige vollständige Exemplare dieser Suite sind heute erhalten - eine davon in der Universitäts- und Landesbibliothek Münster. Sie steht im Zentrum der Ausstellung, die vom 26. Februar bis 25. April 2015 in der Landesbibliothek Oldenburg und anschließend an mehreren Orten als Wanderausstellung gezeigt wird. Georges Victor-Hugos individuelle, aus unmittelbarer Beobachtung gewonnene künstlerische Sicht der Kriegsereignisse soll im Zusammenhang mit Werken anderer Künstler und auch mit literarischen Zeugnissen herausgearbeitet werden. Kuratiert von dem Gymnasiallehrer, Romanisten und Victor-Hugo-Biographen Dr. Jörg W. Rademacher (Leer), wird die Ausstellung begleitet von einer Hörstation mit literarischen Texten zum "Großen Krieg" in drei Sprachen und einem zweisprachigen Katalog, der im Elsinor Verlag, Coesfeld, erscheint.

Einführung:
Dr. Jörg W. Rademacher

Öffentliche Führung:
mit Dr. Jörg Rademacher
am 06.03.15 um 17.00 Uhr und
am 17.04.15 um 17.00 Uhr

Toter in einem Granattrichter

Ausstellungskatalog:
Jörg W. Rademacher: Im Westen nichts Neues?
Die unbekannten Zeichnungen von Georges Victor-Hugo Sur le Front de Champagne (1915/1916).
A l'Ouest, rien de Nouveau?
Les dessins méconnus de Georges Victor-Hugo Sur le Front de Champagne (1915/1916).

Coesfeld: Elsinor, 2015.
ISBN 978-3-939483-35-9
Preis: 9,95 Euro


KopfhörerNordwestradio vom 27.02.2015 um 15.10 Uhr:
Interview von Dr. Jörg W. Rademacher
durch Moderator Jörn Albrecht
(Dauer 5.47 Minuten)


Ausstellungseröffnung:
am
Donnerstag, 26.02.2015
um 19.00 Uhr

Ausstellung

Grußwort:
Evelyn Kremer-Taudien,
Geschäftsführerin, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.,
Bezirk Weser-Ems

Einführung:
Dr. Jörg W. Rademacher

Projektpartner und Förderer:

Foto von links: Jan Voigt, Corinna Roeder, Dr. Jörg W. Rademacher, Evelyn Kremer-Taudien, Harald Lesch

Von links: Jan Voigt, stellv. Direktor des Ulrichsgymnasiums Norden; Corinna Roeder, Direktorin der Landesbibliothek Oldenburg: Dr. Jörg W. Rademacher, Ausstellungskurator; Evelyn Kremer-Taudien, Geschäftsführerin des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., Bezirk Weser-Ems; Harald Lesch, Vorstand der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland; nicht im Bild: Frau Christa Weck, Leiterin der Abteilung Französisch und Alte Sprachen des Ernst Klett Verlags

Logos der Förderer


Der Eintritt ist frei.


Öffnungszeiten
Tag Uhrzeit
Mo - Fr 10 - 19 Uhr
Sa 9 - 12 Uhr

Informationen:
Michaela Klinkow, M.A.,
Landesbibliothek Oldenburg, 
Tel. (0441) 505018-80,
E-Mail: klinkowat-Zeichenlb-oldenburg.de

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Stand: 04.09.2017

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