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Ausstellung in der Landesbibliothek

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Ronen A. Temerson und Alexander Goretzki

EMPFÄNGER UNBEKANNT
Ein fiktiver Briefwechsel von Kressmann Taylor.

Lesung mit Ronen A. Temerson und Alexander Goretzki
am Mittwoch, dem 8. November um 17.30 Uhr
im Vortragsraum der Landesbibliothek Oldenburg.

Im Rahmen der Ausstellung von Schülerinnen und Schülern der Klasse 10b der IGS Kreyenbrück zum Erinnerungsgang: "Trennungen"

Die fiktive Korrespondenz "Empfänger unbekannt" von Kressmann Taylor aus dem Jahr 1938 erzählt von einem Juden und einem Nichtjuden in den dreißiger und vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Wie in einer Serie von Nahaufnahmen schildert diese Briefprosa die Lebenswege des jüdischen Kunsthändlers Max Eisenstein in Kalifornien und des aufstrebenden deutschen Unternehmers Martin Schulze in München - in der Geschichte beider lässt sich einmal mehr das Unfassbare des Holocaust erahnen.
In einer Zeit verfasst, in der die Reflektion der Geschichte schon deshalb noch nicht stattgefunden hat, weil sie sich eben erst ereignet, ist dieser Briefwechsel jedoch nicht nur ein Stück Literatur zur deutschen und jüdischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Es ist auch die Geschichte vom Erstrahlen und vom Untergang einer Freundschaft, einer Freundschaft zweier Menschen, die vom kollektiven Wahn einer ehemaligen Kulturnation auseinandergerissen werden.
Wie ist es bestellt um das Verhältnis der deutschen Nichtjuden und der jüdischen Deutschen? Gibt es Wunden in dieser blut- und gasgetränkten Vernichtungsgeschichte, die bereits verheilt sind? Werden diese Wunden jemals heilen können? Man kann versuchen, diese Frage zu beantworten. Man kann an ihr scheitern. Und - man kann der Vergangenheit eine Gegenwart entgegensetzen, die sich einem gemeinsamen Handeln, einem gemeinsamen Vorangehen von Juden und Nichtjuden verdankt.

Ronen A. Temerson und Alexander Goretzki
Ronen A. Temerson und Alexander Goretzki sind Freunde. Zwei Künstler, deren Wahlheimat die Bühne ist, der eine als Schauspieler, der andere als Musiker. Der eine als praktizierender, tief vom Glauben durchdrungener Jude, der andere als Christ, dem das Bewusstsein seiner germanischen Wurzeln zunehmend wichtiger wird. Der eine aus einer Familie, die Shoah-Tote zu beklagen hat, der andere aus einer Familie der Mittäter und Nutznießer der Mörderideologie.
Gemeinsam lassen sie ein außergewöhnliches Stück Literatur zu Klang werden. Mit einem weitgehenden Verzicht auf jede szenische Andeutung ist diese Hörtragödie als eine reine Musik der Gedanken, der Lügen, der Liebe und des Verrats angelegt.

Der Eintritt ist frei.


Öffnungszeiten
Tag Uhrzeit
Mo - Fr 10 - 19 Uhr
Sa 9 - 12 Uhr

Informationen:
Michaela Klinkow, M.A.,
Landesbibliothek Oldenburg, 
Tel. (0441) 505018-80,
E-Mail: klinkowat-Zeichenlb-oldenburg.de

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Stand 02.11.2017

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