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 Über die LBO

Programm der Oldenburgischen Bibliotheksgesellschaft 2016

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Donnerstag, 26. Mai, 19.20 Uhr
in der Stadtbibliothek Oldenburg

Heike Janssen (Leiterin des Fachdienstes Bibliotheken)
"Lesbar, hörbar, sehbar, klickbar - die Stadtbibliothek Oldenburg"


Donnerstag, 2. Juni, 19.00 Uhr
im Oldenburger Kunstverein Mitgliederversammlung
und anschließend der Vortrag von

Hon. Dr. Antje Sander (Leiterin des Schlossmuseums Jever)
"Ein weiter Horizont - Wissenschaft und Bildung
in den jeverländischen Marschen um 1800"


Donnerstag, 21. Januar 2016, um 19.00 Uhr
im Niedersächsischen Staatsarchiv Oldenburg,
Damm 43, 26133 Oldenburg

Dr. Paul Weßels
Die Schätze der Landschaftsbibliothek in Aurich:

Mehr als 400 Jahre alt ist die Bibliothek der Ostfriesischen Landschaft in Aurich. Gegründet um 1600 als Handbibliothek des Administratorenkollegiums der ostfriesischen Landstände, war sie nach der Versteigerung der Fürstenbibliothek durch Friedrich den Großen die einzige Bibliothek von übergeordneter Bedeutung. Seit dem 19. Jahrhundert wurde aus der vorwiegend juristisch orientierten Handbibliothek eine allgemeine geisteswissenschaftliche Bibliothek mit dem Schwerpunkt Geschichte.
Die Preziosen, die in ihr schlummern, sind es wert, vorgestellt zu werden: Bücher aus dem Besitz der Grafen und Fürsten von Ostfriesland, eine bedeutende Koberger-Bibel von 1483, die wertvolle Bibliothek des ersten preußischen Regierungspräsidenten in Aurich, Christoph Friedrich von Derschau (1714-1799), und anderes mehr. Heute bietet die Bibliothek alle Möglichkeiten einer modernen wissenschaftlichen Einrichtung. Der Vortrag von Herrn Dr. Weßels bietet ungeahnte Aufschlüsse für eine der Schatzkammern im Nordwesten Deutschlands.
Dr. Paul Weßels ist seit 2008 Leiter der Landschaftsbibliothek in Aurich und stellvertretender Landschaftsdirektor. Als Regionalhistoriker hat er zahlreiche Veröffentlichungen vor allem zur ostfriesischen Geschichte. Er ist Mitherausgeber des Emder Jahrbuchs sowie Gründer und Leiter des Arbeitskreises Ostfriesischer Ortschronisten seit 1992.


Donnerstag, 18. Februar 2016, um 19.00 Uhr
im Karl Jaspers-Haus,
Unter den Eichen 22, 26122 Oldenburg

Prof. Dr. Matthias Bormuth
Karl Jaspers und sein "Geisterreich" - Archäologische Funde in der Jaspers-Bibliothek:

Christa Baumgärtel:  Karl Jaspers, Büste auf dem Cäcilienplatz in Oldenburg, 1983; Quelle: Wikimedia

Der Vortrag bietet archäologische Funde, die bei Studien zu Büchern aus der Bibliothek von Karl Jaspers (1883-1969) in den letzten Jahren gehoben und gedeutet werden konnten. Jaspers gehört zu jenen Philosophen, deren Werk sich vor allem dem Austausch mit großen Denkern verdankt. Er sprach vom "unsichtbaren Geisterreich der Philosophen", das für den lebendigen intellektuellen Werdegang notwendig sei.
Der Austausch mit dieser "verborgenen Gemeinschaft" hinterlässt auch sichtbare Spuren, die sich nicht nur in den veröffentlichten Werken niederschlagen. Denn die Bibliothek von Karl Jaspers enthält vielfache Lesespuren in Form von An- und Unterstreichungen, Zeichen und Worten, die reichlichen Stoff zur Interpretation bieten. Sein Lesen mit dem Bleistift erhellt, dass Jaspers bis ins hohe Alter ein außerordentlich beweglicher Denker war.
Herausragend für seine intellektuelle Biographie erscheinen Jaspers' Lektüren von Friedrich Hölderlin und Max Weber. Nach der Beendigung der Allgemeinen Psychopathologie (1913) gaben der Dichter und der Soziologe durch ihre Werke wichtige Impulse, die Jaspers die existenzphilosophischen Horizonte seines Denkens weiter entwickeln und entfalten ließ.

Prof. Dr. Matthias Bormuth lehrt als Heisenberg-Professor Vergleichende Ideengeschichte am Institut für Philosophie der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Er ist Leiter des Karl Jaspers-Hauses und Vorsitzender der Karl Jaspers-Gesellschaft e.V. Er gibt seit 2014 das Jaspers-Jahrbuch Offener Horizont im Wallstein Verlag heraus, wo in Kürze auch eine dreibändige Ausgabe der Korrespondenzen von Karl Jaspers erscheinen wird.


Donnerstag, 10. März 2016, um 19.00 Uhr
im Bibliothekssaal, Universitätsbibliothek,
Uhlhornsweg 49-55, 26129 Oldenburg, Erdgeschoss

Prof. Dr. Detlef Haberland
Der venezianische Drucker und Humanist Aldus Manutius in Oldenburg

Verlagssignet von Aldus Manutius

Leider hat der bekannte Inkunabel- und Frühdrucker Aldus Manutius (1450-1515) das damals gewiss verträumte Oldenburg nicht besucht und auch nicht hier gearbeitet. Er ist aber heute hier sehr wohl präsent: In der Landesbibliothek Oldenburg werden an die 200 Exemplare der bedeutenden Bücher, die in seiner Presse entstanden, aufbewahrt. Das ist nach Wert und Umfang die größte Aldinen-Sammlung in Norddeutschland. Teilweise sind die Bücher überdies mit kostbaren Einbänden des 18. Jahrhunderts versehen.
In dem Vortrag wird dieser bibliophile Schatz vorgestellt, der, wie viele andere Bestände der Landesbibliothek, auf den Hannoveraner Sammler Georg Friedrich Brandes zurückgeht, der auch diese Bücher systematisch sammelte. Sie sind für die europäische Geistesgeschichte wie für die Ästhetik der Buchausstattung maßstabgebend gewesen.

Professor Haberland lehrt Neuere deutsche Literatur an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und ist literaturwissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Oldenburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. Reise-, Literatur- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit, Ulrich Jasper Seetzen, Druck- und Buchgeschichte vor allem des östlichen Europas, Literatur der Romantik und der Moderne.


Donnerstag, 14. April 2016, um 19.00 Uhr
im Bibliothekssaal, Universitätsbibliothek,
Uhlhornsweg 49-55, 26129 Oldenburg, Erdgeschoss

Dr. Dr. Tünde Katona
(Universität Szeged, Ungarn)
Stammbücher der Goethezeit

Vortrag in Zusammenarbeit mit der Goethe-Gesellschaft Oldenburg

Stammbücher sind wichtige biographische Zeugnisse wie auch Dokumente für Kulturtransfers und Intertextualität. Im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts kommt es zu einem Paradigmenwechsel. Das "Album amicorum", in dem man seit Jahrhunderten Autographen sammelte, die sich inhaltlich wie formal an einem kanonisierten Muster orientierten und in ihrer Chiffrenhaftigkeit verhältnismäßig wenig Individualität ermöglichten, stand als "Literaturpraxis" im Widerspruch zu dem expliziten Originalitätsanspruch in der Dichtung der Goethezeit. Das Szegeder Projekt "Inscriptiones Alborum Amicorum" bearbeitet Hungarica-Einträge aus der Zeit zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert. Den Ausgangspunkt für die gezielte Erschließung aller dieser Quellen bildet eine der wichtigsten Stammbuchsammlungen Europas, die sich in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar befindet und von Johann Wolfgang von Goethe begründet worden war. An ausgewählten Beispielen werden das Stammbuch als Gattung und der einzelne Eintrag in seiner Historizität und Medialität vorgestellt.

Frau Dr. Dr. Tünde Katona lehrt am Institut für Germanistik der Universität Szeged. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. Literatur und Kultur der Deutschen im Ungarn der Frühen Neuzeit (Dokumente des städtischen Lebens, Stammbücher, Leichenpredigten und Reisebeschreibungen). Ihre erste Dissertation (1996) thematisierte Stammbücher der Weimarer Sammlung als Dokumente der Peregrination aus Ungarn; die zweite Dissertation (2003) ist der Bildungsförderung in der heutigen Ostslowakei (Oberungarn) anhand des Leutschauer "Testamentbuchs" gewidmet.


Der Eintritt ist frei.


Weitere Informationen:
Prof. Dr. Detlef Haberland, 1. Vorsitzender
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa,
Johann-Justus-Weg 147a, 26127 Oldenburg,
Tel. 0441 / 96195-13
detlef.haberland@bkge.uni-oldenburg.de

Geschäftsstelle der
Oldenburgischen Bibliotheksgesellschaft
c/o Landesbibliothek Oldenburg
Postfach 3480
26024 Oldenburg
Tel. 0441 / 7992800 Fax: 0441 / 7992865

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Stand: 04.04.2016

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