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 Über die LBO

Programm der Oldenburgischen Bibliotheksgesellschaft 2016

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Donnerstag, 21. Januar 2016, um 19.00 Uhr
im Niedersächsischen Staatsarchiv Oldenburg,
Damm 43, 26133 Oldenburg

Dr. Paul Weßels
Die Schätze der Landschaftsbibliothek in Aurich:

Mehr als 400 Jahre alt ist die Bibliothek der Ostfriesischen Landschaft in Aurich. Gegründet um 1600 als Handbibliothek des Administratorenkollegiums der ostfriesischen Landstände, war sie nach der Versteigerung der Fürstenbibliothek durch Friedrich den Großen die einzige Bibliothek von übergeordneter Bedeutung. Seit dem 19. Jahrhundert wurde aus der vorwiegend juristisch orientierten Handbibliothek eine allgemeine geisteswissenschaftliche Bibliothek mit dem Schwerpunkt Geschichte.
Die Preziosen, die in ihr schlummern, sind es wert, vorgestellt zu werden: Bücher aus dem Besitz der Grafen und Fürsten von Ostfriesland, eine bedeutende Koberger-Bibel von 1483, die wertvolle Bibliothek des ersten preußischen Regierungspräsidenten in Aurich, Christoph Friedrich von Derschau (1714-1799), und anderes mehr. Heute bietet die Bibliothek alle Möglichkeiten einer modernen wissenschaftlichen Einrichtung. Der Vortrag von Herrn Dr. Weßels bietet ungeahnte Aufschlüsse für eine der Schatzkammern im Nordwesten Deutschlands.
Dr. Paul Weßels ist seit 2008 Leiter der Landschaftsbibliothek in Aurich und stellvertretender Landschaftsdirektor. Als Regionalhistoriker hat er zahlreiche Veröffentlichungen vor allem zur ostfriesischen Geschichte. Er ist Mitherausgeber des Emder Jahrbuchs sowie Gründer und Leiter des Arbeitskreises Ostfriesischer Ortschronisten seit 1992.


Donnerstag, 18. Februar 2016, um 19.00 Uhr
im Karl Jaspers-Haus,
Unter den Eichen 22, 26122 Oldenburg

Prof. Dr. Matthias Bormuth
Karl Jaspers und sein "Geisterreich" - Archäologische Funde in der Jaspers-Bibliothek:

Christa Baumgärtel:  Karl Jaspers, Büste auf dem Cäcilienplatz in Oldenburg, 1983; Quelle: Wikimedia

Der Vortrag bietet archäologische Funde, die bei Studien zu Büchern aus der Bibliothek von Karl Jaspers (1883-1969) in den letzten Jahren gehoben und gedeutet werden konnten. Jaspers gehört zu jenen Philosophen, deren Werk sich vor allem dem Austausch mit großen Denkern verdankt. Er sprach vom "unsichtbaren Geisterreich der Philosophen", das für den lebendigen intellektuellen Werdegang notwendig sei.
Der Austausch mit dieser "verborgenen Gemeinschaft" hinterlässt auch sichtbare Spuren, die sich nicht nur in den veröffentlichten Werken niederschlagen. Denn die Bibliothek von Karl Jaspers enthält vielfache Lesespuren in Form von An- und Unterstreichungen, Zeichen und Worten, die reichlichen Stoff zur Interpretation bieten. Sein Lesen mit dem Bleistift erhellt, dass Jaspers bis ins hohe Alter ein außerordentlich beweglicher Denker war.
Herausragend für seine intellektuelle Biographie erscheinen Jaspers' Lektüren von Friedrich Hölderlin und Max Weber. Nach der Beendigung der Allgemeinen Psychopathologie (1913) gaben der Dichter und der Soziologe durch ihre Werke wichtige Impulse, die Jaspers die existenzphilosophischen Horizonte seines Denkens weiter entwickeln und entfalten ließ.

Prof. Dr. Matthias Bormuth lehrt als Heisenberg-Professor Vergleichende Ideengeschichte am Institut für Philosophie der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Er ist Leiter des Karl Jaspers-Hauses und Vorsitzender der Karl Jaspers-Gesellschaft e.V. Er gibt seit 2014 das Jaspers-Jahrbuch Offener Horizont im Wallstein Verlag heraus, wo in Kürze auch eine dreibändige Ausgabe der Korrespondenzen von Karl Jaspers erscheinen wird.


Alle Veranstaltungen finden in der Regel jeweils um 19.00 Uhr statt.

Der Eintritt ist frei.


Weitere Informationen:
Prof. Dr. Detlef Haberland, 1. Vorsitzender
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa,
Johann-Justus-Weg 147a, 26127 Oldenburg,
Tel. 0441 / 96195-13
detlef.haberland@bkge.uni-oldenburg.de

Geschäftsstelle der
Oldenburgischen Bibliotheksgesellschaft
c/o Landesbibliothek Oldenburg
Postfach 3480
26024 Oldenburg
Tel. 0441 / 7992800 Fax: 0441 / 7992865

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Stand: 27.01.2016

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