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Programm der Oldenburgischen Bibliotheksgesellschaft 2016

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Mittwoch, 09. November 2016, 19.00 Uhr
im Bibliothekssaal, Universitätsbibliothek,
Uhlhornsweg 49-55, 26129 Oldenburg, Erdgeschoss

Dr. Eva-Maria Dickhaut
Über Leben auf Papier
Leichenpredigten als Quelle historischer Wissenschaften

Von 1530 bis 1750, von der Reformation bis zur Aufklärung, gab es den Brauch der gedruckten protestantischen Leichenpredigten. Mit ihren umfangreichen Biographien stellen sie eine der aussagekräftigsten Quellen zum Leben und Sterben eines Menschen in der Frühen Neuzeit dar. Da die Leichenpredigten in großer Zahl gedruckt wurden und schon im 17. Jahrhundert gesammelt wurden, haben sich in Bibliotheken und Archiven mehr als 300.000 dieser Quellen erhalten.
Als europaweit einzigartige Institution katalogisiert und verfilmt die Forschungsstelle für Personalschriften an der Philipps-Universität Marburg seit 1976 Leichenpredigten. Als multi- und interdisziplinäre Quelle werden die Leichenpredigten für die unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen genutzt: von zahlreichen Fächern der Geschichtswissenschaften (z.B. der Alltags- Geschlechter-, Kultur-, Bildungs- und Sozialgeschichte) ebenso wie von der Theologie, Germanistik, Kunstgeschichte sowie Medizin- und Pharmaziegeschichte.
An ausgewählten Beispielen aus der Medizin-, Bildungs-, Musik- und Literaturgeschichte sowie der Botanik stellt der reich bebilderte Vortrag diese biographischen Quellen vor und berichtet über die vielfältigen Arbeiten und Projekte der Forschungsstelle (http://www.personalschriften.de).

Dr. Eva-Maria Dickhaut hat Geschichte und Anglistik in Tübingen, Marburg und London studiert und über ein stadtgeschichtliches Thema promoviert. Seit 1983 arbeitet sie in der Forschungsstelle für Personalschriften, die sie seit 2009 leitet.


Donnerstag, 13. Oktober 2016, 19.00 Uhr
im Vortragssaal der Friedenskirche,
Ofener Str. 1, 26121 Oldenburg,
Eingang: Peterstraße

Janka Wagner M.A. und Prof. Dr. Ralf Grüttemeier
(beide Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)
Große Literatur aus kleinen Ländern.
Neuere Entwicklungen in der niederländischsprachigen Literatur

Im Oktober 2016 werden auf der Frankfurter Buchmesse die Niederlande und Flandern Gastland sein. Als diese Ehre der niederländischsprachigen Literatur 1993 zum ersten Mal zufiel, war sie in Deutschland weitgehend unbekannt. Nur kurz zuvor hatte Marcel Reich-Ranicki im Literarischen Quartett noch bekannt: "Ich bin tief von diesem Nooteboom beeindruckt; sieh da, die Holländer haben einen solchen Autor!" Knapp 25 Jahre später sind zwar Schriftsteller wie Cees Nooteboom, Harry Mulisch, Magriet de Moor, Hugo Claus, A.F.Th. van der Heijden oder Maarten 't Hart in Deutschland gute Bekannte, aber für den literarischen Kontext, in dem sie schreiben bzw. geschrieben haben, wie für die neuere Generation niederländischsprachiger Autoren gilt das gewiss noch nicht.
Hier soll durch das Institut für Niederlandistik der Carl von Ossietzky Universität zumindest in Ansätzen Abhilfe geschaffen werden, und zwar in zweierlei Hinsicht: sowohl was poetologische Tendenzen angeht - unter anderem anhand des soeben erschienenen Buchs Offene Türen, offene Fenster mit elf Vorträgen jüngerer Autoren zu Literatur - als auch anhand ausgewählter Lesetipps.

Janka Wagner M.A. hat Germanistik und Niederlandistik in Oldenburg und Leiden studiert und das Studium 2013 abgeschlossen. Seit 2014 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Niederlandistik und promoviert über die Neue Sachlichkeit in der niederländischen Literatur.
Prof. Dr. Ralf Grüttemeier hat Niederlandistik, Geschichte und Germanistik in Aachen, Köln und Amsterdam studiert. 1994 wurde er Amsterdam (UvA) promoviert. Seit 1997 lehrt er Niederländische Literaturwissenschaft an der Carl von Ossietzky Universität.


IllustrationDonnerstag, 15.September 2016, 19.00 Uhr
im Bibliothekssaal, Universitätsbibliothek,
Uhlhornsweg 49-55, 26129 Oldenburg, Erdgeschoss

Dr. h.c. Walter Schulz
Im Zentrum der Reformation, aber am Rande des Reiches
Der Buchdruck in Emden im 16. Jahrhundert

Emden war in der Frühen Neuzeit alles andere als ein beschauliches Städtchen an der Ems und am Dollart. In Emden liefen verschiedene Handelsrouten zusammen, hier fand ein reger Austausch mit den niederländischen Provinzen und der Handel mit England statt. Emden wurde nach 1464 die Haupt- und Residenzstadt von Ostfriesland und erhielt 1495 von Kaiser Maximilian I. das prächtige Stadtwappen verliehen. Über Emden wurden reformatorische Strömungen in den Niederlanden verbreitet wie auch die Reformierten ihren Einfluss in Ostfriesland geltend machten. Daher wurde Emden zu einem Zentrum des Buchdrucks. Hier druckte man englische Bücher oder Übersetzungen aus dem Englischen. Schriften des bekannten lutherisch gesinnten Sebastian Franck wie auch solche von Jean Calvin und anderer wichtiger Theologen wurden ins Niederdeutsche übersetzt. Der Druckort Emden gewann auf diese Weise eine große überregionale Bedeutung.
Dr. h.c. Walter Schulz war nach dem Studium der evangelischen Theologie bis 1991 Gemeindepfarrer in Ostfriesland und von 1993 bis 2011 Vorstand der Stiftung Johannes a Lasco Bibliothek große Kirche Emden. Seit 1999 ist er außerdem Syndikus der Gerhard ten Doornkaat Koolman-Stiftung. 2001 wurde die Johannes a Lasco Bibliothek vom Deutschen Bibliotheksverband und der Gerd Bucerius Stiftung zur Bibliothek des Jahres ausgezeichnet. 2003 wurde Schulz die Ehrendoktorwürde der Universität Hamburg verliehen. Er hat zahlreiche Studien zum Bibliothekswesen wie zur Kirchen- und Rechtsgeschichte veröffentlicht.


Donnerstag, 18. August 2016, 19.00 Uhr
im Vortragssaal der Friedenskirche
(Ofener Str. 1, 26121 Oldenburg; Eingang: Peterstraße)

Nico Szameitat
"Im anfang war das wort. vnnd das wort war bey gott."
Vom Septembertestament 1522 zur Lutherbibel 2017

Im September 1522 veröffentlichte Martin Luther als einer der ersten eine deutsche Übersetzung des Neuen Testaments, das sogenannte Septembertestament. Zusammen mit der späteren Übersetzung des Alten Testaments erfuhr die "Lutherbibel" eine ungeheure Verbreitung wie kaum ein anderes Buch. Für Luther war der Gedanke leitend, dass alle Menschen in der Bibel lesen sollten, um sich eine eigene Meinung in Glaubensdingen zu bilden. Insofern ist die Lutherbibel eine Kernerrungenschaft der Reformation. Aber auch sprachlich war die Lutherbibel prägend, hatten seine Wortschöpfungen doch großen Einfluss auf die deutsche Sprache. Nico Szameitat zeichnet in seinem Vortrag die Traditionslinien des Bibeltextes von 1522 bis heute nach und zeigt an verschiedenen Beispielen, wie die neue Revision der "Lutherbibel 2017", die im Oktober erscheint, sich wieder genauer auf Luther und seine Übersetzung bezieht.
Nico Szameitat ist Referent für theologische und gottesdienstliche Grundsatzfragen im Evangelisch-Lutherischen Oberkirchenrat in Oldenburg sowie der Beauftragte für das Reformationsjubiläum 2017 der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Nach dem Studium der evangelischen Theologie in Bonn, Utrecht und Hamburg war er als Pfarrer in Ganderkesee und Wilhelmshaven tätig und absolvierte zahlreiche Weiterbildungen im Bereich der Homiletik und Liturgik.


Donnerstag, 2. Juni 2016, 19.00 Uhr
im Oldenburger Kunstverein,
Damm 2, 26135 Oldenburg
Mitgliederversammlung, anschließend Vortrag von

Hon. Prof. Dr. Antje Sander
(Leiterin des Schlossmuseums Jever)
"Ein weiter Horizont - Wissenschaft und Bildung
in den jeverländischen Marschen um 1800"

Der Orientreisende Ulrich Jasper Seetzen (1767-1811) aus Sophiengroden/Jever schreibt 1802 über seine Heimat: "Dieser kleine Flecken verschaffte ihrem Besitzer Wohlhabenheit und die Mittel, auf meiner Brüder und meine eigene Geistes Bildung vielleicht mehr als gewöhnlich, verwenden zu können". Wirtschaftlicher Wohlstand und besondere politische Verhältnisse machten die Führungsschicht des Jeverlandes eigenständig; ihre hohe Bildung wird in den Landesbeschreibungen des 18. und 19. Jahrhunderts immer wieder hervorgehoben. Lese- und naturkundliche Gesellschaften, musikalische und literarische Zirkel, Mitgliedschaften in überregionalen wissenschaftlichen und literarischen Vereinigungen sowie akademische Tätigkeiten an Universitäten führten zu einem weitgespannten Dialog, der durch Publikationen und intensive Briefwechsel ergänzt wurde. Experimentierkultur, Bildung und Teilhabe an der Wissenschaft gehörten zum Selbstverständnis friesischer Gelehrter. Schrift- und Lesekultur, Wohnqualität und Haushaltsausstattung zeugen von dem weiten geistigen Horizont und von internationalen Kontakten. Friesland war keine rückständige Region, sondern geradezu ein "think tank" im Nordwesten Deutschlands für neue Gedanken und Produkte.
Hon. Prof. Dr. Antje Sander studierte u.a. mittelalterliche Geschichte, klassischen Archäologie, Volkskunde, Ur- und Frühgeschichte an der Universität Münster; seit 1996 ist sie Leiterin des Schlossmuseums Jever, seit 2006 Leiterin des Kulturverbunds Friesland, seit 2007 Honorarprofessorin an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. Landes- und Städtegeschichte, friesische und Oldenburger Kunst- und Kulturgeschichte, Residenzen.


Donnerstag, 26. Mai 2016, 19.20 Uhr
in der Stadtbibliothek Oldenburg im PFL, Erdgeschoss,
Peterstr. 3, 26121 Oldenburg

Heike Janssen
(Leiterin des Fachdienstes Bibliotheken)
"Lesbar, hörbar, sehbar, klickbar - die Stadtbibliothek Oldenburg"

Mit über 17.000 aktiven Bibliothekskunden, 956.000 Entleihungen und knapp 190.000 Medien aller Art ist die Stadtbibliothek Oldenburg eine begehrte und moderne Bildungs- und Kultureinrichtung. Die Bibliotheksarbeit ist sehr komplex geworden: Längst kommen nicht mehr alle Besucher, um sich "nur" Bücher auszuleihen. Immer mehr kommen, um die Bibliothek auch als Lernort und Treffpunkt zu nutzen. Neben den erweiterten Angeboten für die Zielgruppe "Eltern & Kinder" und der gestiegenen Teilnehmerzahlen bei Schul- und Kindergruppen ist zudem auch ein deutlicher Aufstiegstrend der Online-Services zu beobachten. Heike Janssen zeigt auf, wie die Stadtbibliothek Oldenburg auf demografische, technischeu.ä. Veränderungen mit kundenorientierten Veranstaltungs- und Serviceangeboten reagiert und an welchen Stellen Schwerpunkte gesetzt werden. Nach dem Kurzvortrag wird eine Führung durch die Zentral- und benachbarte Kinderbibliothek angeboten.
Heike Janssen leitet die Stadtbibliothek Oldenburg seit 2003. Davor war sie in der Stadtbibliothek Gütersloh GmbH tätig.


Donnerstag, 14. April 2016, um 19.00 Uhr
im Bibliothekssaal, Universitätsbibliothek,
Uhlhornsweg 49-55, 26129 Oldenburg, Erdgeschoss

Dr. Dr. Tünde Katona
(Universität Szeged, Ungarn)
Stammbücher der Goethezeit

Vortrag in Zusammenarbeit mit der Goethe-Gesellschaft Oldenburg

Stammbücher sind wichtige biographische Zeugnisse wie auch Dokumente für Kulturtransfers und Intertextualität. Im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts kommt es zu einem Paradigmenwechsel. Das "Album amicorum", in dem man seit Jahrhunderten Autographen sammelte, die sich inhaltlich wie formal an einem kanonisierten Muster orientierten und in ihrer Chiffrenhaftigkeit verhältnismäßig wenig Individualität ermöglichten, stand als "Literaturpraxis" im Widerspruch zu dem expliziten Originalitätsanspruch in der Dichtung der Goethezeit. Das Szegeder Projekt "Inscriptiones Alborum Amicorum" bearbeitet Hungarica-Einträge aus der Zeit zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert. Den Ausgangspunkt für die gezielte Erschließung aller dieser Quellen bildet eine der wichtigsten Stammbuchsammlungen Europas, die sich in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar befindet und von Johann Wolfgang von Goethe begründet worden war. An ausgewählten Beispielen werden das Stammbuch als Gattung und der einzelne Eintrag in seiner Historizität und Medialität vorgestellt.

Frau Dr. Dr. Tünde Katona lehrt am Institut für Germanistik der Universität Szeged. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. Literatur und Kultur der Deutschen im Ungarn der Frühen Neuzeit (Dokumente des städtischen Lebens, Stammbücher, Leichenpredigten und Reisebeschreibungen). Ihre erste Dissertation (1996) thematisierte Stammbücher der Weimarer Sammlung als Dokumente der Peregrination aus Ungarn; die zweite Dissertation (2003) ist der Bildungsförderung in der heutigen Ostslowakei (Oberungarn) anhand des Leutschauer "Testamentbuchs" gewidmet.


Donnerstag, 10. März 2016, um 19.00 Uhr
im Bibliothekssaal, Universitätsbibliothek,
Uhlhornsweg 49-55, 26129 Oldenburg, Erdgeschoss

Prof. Dr. Detlef Haberland
Der venezianische Drucker und Humanist Aldus Manutius in Oldenburg

Verlagssignet von Aldus Manutius

Leider hat der bekannte Inkunabel- und Frühdrucker Aldus Manutius (1450-1515) das damals gewiss verträumte Oldenburg nicht besucht und auch nicht hier gearbeitet. Er ist aber heute hier sehr wohl präsent: In der Landesbibliothek Oldenburg werden an die 200 Exemplare der bedeutenden Bücher, die in seiner Presse entstanden, aufbewahrt. Das ist nach Wert und Umfang die größte Aldinen-Sammlung in Norddeutschland. Teilweise sind die Bücher überdies mit kostbaren Einbänden des 18. Jahrhunderts versehen.
In dem Vortrag wird dieser bibliophile Schatz vorgestellt, der, wie viele andere Bestände der Landesbibliothek, auf den Hannoveraner Sammler Georg Friedrich Brandes zurückgeht, der auch diese Bücher systematisch sammelte. Sie sind für die europäische Geistesgeschichte wie für die Ästhetik der Buchausstattung maßstabgebend gewesen.

Professor Haberland lehrt Neuere deutsche Literatur an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und ist literaturwissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Oldenburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. Reise-, Literatur- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit, Ulrich Jasper Seetzen, Druck- und Buchgeschichte vor allem des östlichen Europas, Literatur der Romantik und der Moderne.


Donnerstag, 18. Februar 2016, um 19.00 Uhr
im Karl Jaspers-Haus,
Unter den Eichen 22, 26122 Oldenburg

Prof. Dr. Matthias Bormuth
Karl Jaspers und sein "Geisterreich" - Archäologische Funde in der Jaspers-Bibliothek:

Christa Baumgärtel:  Karl Jaspers, Büste auf dem Cäcilienplatz in Oldenburg, 1983; Quelle: Wikimedia

Der Vortrag bietet archäologische Funde, die bei Studien zu Büchern aus der Bibliothek von Karl Jaspers (1883-1969) in den letzten Jahren gehoben und gedeutet werden konnten. Jaspers gehört zu jenen Philosophen, deren Werk sich vor allem dem Austausch mit großen Denkern verdankt. Er sprach vom "unsichtbaren Geisterreich der Philosophen", das für den lebendigen intellektuellen Werdegang notwendig sei.
Der Austausch mit dieser "verborgenen Gemeinschaft" hinterlässt auch sichtbare Spuren, die sich nicht nur in den veröffentlichten Werken niederschlagen. Denn die Bibliothek von Karl Jaspers enthält vielfache Lesespuren in Form von An- und Unterstreichungen, Zeichen und Worten, die reichlichen Stoff zur Interpretation bieten. Sein Lesen mit dem Bleistift erhellt, dass Jaspers bis ins hohe Alter ein außerordentlich beweglicher Denker war.
Herausragend für seine intellektuelle Biographie erscheinen Jaspers' Lektüren von Friedrich Hölderlin und Max Weber. Nach der Beendigung der Allgemeinen Psychopathologie (1913) gaben der Dichter und der Soziologe durch ihre Werke wichtige Impulse, die Jaspers die existenzphilosophischen Horizonte seines Denkens weiter entwickeln und entfalten ließ.

Prof. Dr. Matthias Bormuth lehrt als Heisenberg-Professor Vergleichende Ideengeschichte am Institut für Philosophie der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Er ist Leiter des Karl Jaspers-Hauses und Vorsitzender der Karl Jaspers-Gesellschaft e.V. Er gibt seit 2014 das Jaspers-Jahrbuch Offener Horizont im Wallstein Verlag heraus, wo in Kürze auch eine dreibändige Ausgabe der Korrespondenzen von Karl Jaspers erscheinen wird.


Donnerstag, 21. Januar 2016, um 19.00 Uhr
im Niedersächsischen Staatsarchiv Oldenburg,
Damm 43, 26133 Oldenburg

Dr. Paul Weßels
Die Schätze der Landschaftsbibliothek in Aurich:

Mehr als 400 Jahre alt ist die Bibliothek der Ostfriesischen Landschaft in Aurich. Gegründet um 1600 als Handbibliothek des Administratorenkollegiums der ostfriesischen Landstände, war sie nach der Versteigerung der Fürstenbibliothek durch Friedrich den Großen die einzige Bibliothek von übergeordneter Bedeutung. Seit dem 19. Jahrhundert wurde aus der vorwiegend juristisch orientierten Handbibliothek eine allgemeine geisteswissenschaftliche Bibliothek mit dem Schwerpunkt Geschichte.
Die Preziosen, die in ihr schlummern, sind es wert, vorgestellt zu werden: Bücher aus dem Besitz der Grafen und Fürsten von Ostfriesland, eine bedeutende Koberger-Bibel von 1483, die wertvolle Bibliothek des ersten preußischen Regierungspräsidenten in Aurich, Christoph Friedrich von Derschau (1714-1799), und anderes mehr. Heute bietet die Bibliothek alle Möglichkeiten einer modernen wissenschaftlichen Einrichtung. Der Vortrag von Herrn Dr. Weßels bietet ungeahnte Aufschlüsse für eine der Schatzkammern im Nordwesten Deutschlands.
Dr. Paul Weßels ist seit 2008 Leiter der Landschaftsbibliothek in Aurich und stellvertretender Landschaftsdirektor. Als Regionalhistoriker hat er zahlreiche Veröffentlichungen vor allem zur ostfriesischen Geschichte. Er ist Mitherausgeber des Emder Jahrbuchs sowie Gründer und Leiter des Arbeitskreises Ostfriesischer Ortschronisten seit 1992.


Der Eintritt ist frei.


Weitere Informationen:
Prof. Dr. Detlef Haberland, 1. Vorsitzender
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa,
Johann-Justus-Weg 147a, 26127 Oldenburg,
Tel. 0441 / 96195-13
detlef.haberland@bkge.uni-oldenburg.de

Geschäftsstelle der
Oldenburgischen Bibliotheksgesellschaft
c/o Landesbibliothek Oldenburg
Postfach 3480
26024 Oldenburg
Tel. 0441 / 7992800 Fax: 0441 / 7992865

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Stand: 21.10.2016

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