Tastaturbefehle zur Navigation:

LBO Logo
Slogan der LBO: Wir geben Wissen weiter
 
 
 
 
Kopfzeilenillustration

 

Über uns

Unser Leitbild

Die Landesbibliothek Oldenburg dient der Literatur- und Informationsversorgung für den Nordwesten Niedersachsens. Sie wurde 1792 als öffentlich zugängliche Bildungseinrichtung gegründet und steht auch heute allen Menschen offen.
Unser Leitbild schafft einen Rahmen für unsere Arbeit und soll für uns Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Grundlage unseres Handelns sein. Es ist Ausdruck unserer beruflichen Identität und Gemeinschaft und gibt uns Orientierung für jeden Arbeitstag.

Die Landesbibliothek Oldenburg bietet aktuelle wissenschaftliche Fachliteratur, vielfältige Sachliteratur und eine umfangreiche Sammlung historischer und regionaler Bestände. Sie eröffnet allen Interessierten nahezu kostenlos Zugang zu ihren gedruckten und elektronischen Medien.
Als Regionalbibliothek für den Nordwesten Niedersachsens sammeln wir kontinuierlich landeskundliche Publikationen. Sie finden bei uns neben Büchern und Zeitschriften auch Handschriften und Nachlässe sowie den größten Bestand an Zeitungen aus der Region in gedruckter und digitaler Form.
Als Archivbibliothek sind uns Pflege und Erhaltung unserer Sammlungen ein besonderes Anliegen. Der große Altbestand umfasst wertvolle Handschriften und gedruckte Bücher des 15. bis 19. Jahrhundert.
Unseren Besucherinnen und Besuchern bieten wir eine freundliche, ansprechende Arbeitsatmosphäre in einem zentral gelegenen, denkmalgeschützten und weitgehend barrierefreien Gebäude.

Wir garantieren ein breit gefächertes, stets aktuelles und zügig bearbeitetes Medienangebot, das wir gemäß den Interessen unserer Nutzerinnen und Nutzer und in historischer Kontinuität ergänzen. Auch unser Angebot an digitalen Medien wird stetig ausgebaut.

Wir arbeiten in allen Bereichen serviceorientiert. Die gewünschte Literatur aus den Magazinen der Landesbibliothek stellen wir in der Regel innerhalb weniger Minuten zur Ausleihe bereit. Die nicht in Oldenburg vorhandene Literatur wird schnellstmöglich aus anderen Bibliotheken besorgt. Eine wachsende Anzahl historischer und regionaler Bestände digitalisieren wir und stellen sie im Internet frei zur Verfügung.
Das Lern-und Informationszentrum (LIZ) bietet Gruppen und Einzelpersonen verschiedene Bereiche zum Arbeiten und zur Kommunikation. Unser freundliches und kompetentes Personal hilft gerne bei der Recherche und der Nutzung von Technik und Medien.
Regelmäßig laden wir zu Führungen, Ausstellungen, Vorträgen und Gesprächen in die Landesbibliothek ein. Zusätzlich bieten wir Schulungen zur Informationskompetenz, insbesondere in Zusammenarbeit mit unseren Partnerschulen.
In Kooperation mit anderen Bibliotheken und Institutionen erweitern wir unser Angebot an Dienstleistungen ständig.

Unsere Arbeitsatmosphäre ist geprägt von gegenseitiger Achtung und einem zugewandten Miteinander. Es ist uns wichtig, in unserem Haus, in dem die unterschiedlichsten Berufe vertreten sind, kollegial im Team zusammenzuarbeiten. Wir schaffen durch ständigen Informationsaustausch Transparenz und Verständnis füreinander und unterstützen uns über Abteilungen hinweg. Unsere Arbeitsbedingungen berücksichtigen die individuelle Situation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Wir pflegen einen kooperativen Führungsstil, der konstruktive Kritik zulässt. Potenziale der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden erkannt und weiterentwickelt.
Wir sichern und fördern unsere fachliche, soziale und interkulturelle Kompetenz durch kontinuierliche Fort-und Weiterbildung. Als Ausbildungsbibliothek geben wir unsere Kenntnisse und unsere Berufserfahrung an den Nachwuchs weiter.

Die Landesbibliothek Oldenburg ist die Regionalbibliothek für den Nordwesten, ein Ort des Wissens und der Kommunikation, Teil des kulturellen Lebens in Niedersachsen.

Wir geben Wissen weiter!

Pfeil nach oben


Profil

Die Landesbibliothek Oldenburg ist wissenschaftliche Universalbibliothek und regionale Archivbibliothek für Nordwest-Niedersachsen. Ihre Bestände und Dienstleistungen gewährleisten die aktuelle und bedarfsgerechte Informationsversorgung der Bevölkerung insbesondere für Zwecke der Bildung und der Forschung. Ein Schwerpunkt des Angebotes liegt bei den Kulturwissenschaften. Die Landesbibliothek Oldenburg sammelt, archiviert und dokumentiert möglichst vollständig die Publikationen über die Region. Sie erhält und erschließt ihre umfangreichen historischen Bestände und stellt sie für wissenschaftliche Studien zur Verfügung. Die Landesbibliothek Oldenburg bewahrt so einen Teil des historischen Erbes und der kulturellen Identität der Region. Durch regelmäßige Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen transportiert sie dies in eine breite Öffentlichkeit.

Die Landesbibliothek Oldenburg entwickelt ihr Angebot flexibel nach den Wünschen ihrer Nutzerinnen und Nutzer und entsprechend den aktuellen Standards des Bibliotheks – und Informationswesens. Ihre historischen und regionalen Aufgaben behält sie dabei im Blick. Mit speziellen Angeboten für Schüler fördert sie die Medien- und Informationskompetenz. Sie nutzt moderne Technologien und arbeitet vernetzt mit anderen Bibliotheken im Oldenburger Regionalen Bibliotheks- und Informationssystem (ORBIS) und im Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV) der norddeutschen Bibliotheken.

Die Landesbibliothek Oldenburg erfüllt ihren Auftrag qualitäts- und kostenbewusst, in regelmäßigem Feedback mit ihren Nutzerinnen und Nutzern, in Kooperation mit anderen wissenschaftlichen und kulturellen Institutionen und in ständiger Anpassung an die Entwicklungen und Erfordernisse der modernen Informationsversorgung.

Pfeil nach oben


Open Access Policy der Landesbibliothek Oldenburg

Die Landesbibliothek Oldenburg ist eine wissenschaftliche Universalbibliothek und die regionale Archivbibliothek für Nordwest-Niedersachsen. Für Zwecke der Bildung und Forschung versorgt sie die Bevölkerung bedarfsgerecht mit Literatur und aktuellen Informationen. Sie bewahrt einen Teil des historischen Erbes und der kulturellen Identität der Region, indem sie Publikationen über die Region archiviert, sammelt und dokumentiert und indem sie ihre umfangreichen historischen Bestände für wissenschaftliche Studien zur Verfügung stellt.

Bereits bei ihrer Gründung im Jahr 1792 wurde die Landesbibliothek als öffentlich zugängliche Bildungseinrichtung konzipiert. Sie versteht ihre aktuellen bibliothekarischen und gesellschaftlichen Aufgaben im Licht dieser Tradition und begreift die technologischen Möglichkeiten, die sich im Zuge der digitalen Transformation etabliert haben und weiter entwickeln, als Chance zur Erfüllung ihres Auftrages. Im Einklang mit den Zielen der Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen vom 22.10.2003 ist sie deshalb bestrebt, einen möglichst offenen Zugang zu digitalen Repräsentationen des kulturellen Erbes sowie zu Forschungsergebnissen zu gewährleisten und Veröffentlichungen im Open Access zu fördern.

Die Landesbibliothek Oldenburg

  • stellt der Öffentlichkeit die von ihr erstellten Digitalisate und die zugehörigen Metadaten unter offenen Creative-Commons-Lizenzen zur Verfügung und sichert die langfristige Verfügbarkeit der Daten.
  • veröffentlicht die von ihr herausgegebenen Publikationen soweit rechtlich möglich digital unter Creative-Commons-Lizenzen.
  • empfiehlt Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, eigene und dienstbezogene Publikationen im Open Access zu veröffentlichen und unterstützt sie in diesem Prozess.
  • ist bestrebt, Open-Access-Publikationen, die ihrem Sammlungsprofil entsprechen, in ihrem Online-Katalog nachzuweisen.
  • beabsichtigt, den dauerhaften Zugang zu digitalen Publikationen mit regionalhistorischer Bedeutung zu sichern. Zu diesem Zweck hält sie eine Repositoriumsinfrastruktur vor, in der solche Publikationen gesammelt werden und langfristig zugänglich und auffindbar sind.
  • ermöglicht Forscherinnen und Forschern, ihre Arbeiten zu den Beständen der Bibliothek oder zu Themen von regionaler Relevanz auf ihrem Repositorium im Open Access zu veröffentlichen.
  • ist Ansprechpartnerin für Forscherinnen und Forscher und berät sie bei der Publikation im Open Access und der Antragstellung für finanzielle Förderung.
  • fördert die Open-Access-Transformation durch Beteiligung an kooperativ oder konsortial finanzierten Open-Access-Modellen.
  • wirkt durch Kooperation mit anderen Akteuren und Institutionen aktiv daran mit, den Open-Access-Gedanken zu verbreiten. Sie ist bestrebt, ihre offenen Angebote auszubauen und arbeitet darauf hin, Publikationen von Arbeiten mit regionalem Schwerpunkt in Zusammenarbeit mit Verlagen und anderen Institutionen im Open Access zugänglich zu machen.

Open-Access-Beauftragter der Landesbibliothek Oldenburg ist Matthias Bley. Stand: 15.05.2020.

Die Open Access Policy der Landesbibliothek zum Download (PDF-Datei 663 KB)

Pfeil nach oben


Statistik

(Stand: 31.12.2020)

Bestand in Bänden
Medien Bände
949.635
461
2.401
6.725
34.088
98.980
7.283
1.135

Benutzung 2020

Ortsausleihe und Lesesaal:
Bereich Anzahl
378.075
208.367
7.729
7.465
Fernleihe:
Bereich Anzahl
11.035
7.562
1.092
755

Pfeil nach oben


Geschichte

Die mit der Säkularisierung in der Reformationszeit entstandene alte Gräflich-Oldenburgische Bibliothek fiel nach dem Tod des letzten Oldenburger Grafen, Anton Günther (1583 - 1667), an seinen illegitimen Sohn Anton von Aldenburg (1633-1680). Unter dessen Erben ging sie beim Schlossbrand in Varel 1751 mit wenigen Ausnahmen unter.

Während der auf den Tod Anton Günthers folgenden "Dänenzeit" wurden keine Anstrengungen zum Aufbau einer neuen Bibliothek in der Provinz Oldenburg unternommen. Erst nachdem 1773 die jüngere Linie des Hauses Holstein-Gottorp die Herrschaft im nunmehr wieder souveränen und zum Herzogtum erhobenen Land Oldenburg übernommen und dessen zweiter Regent Peter Friedrich Ludwig (1755 - 1829) auch die Residenz aus Eutin in den Nordwesten verlegt hatte, wurde die Neugründung einer zentralen Hof- und Regierungsbibliothek Bedürfnis.

Die 1792 als "Herzogliche Öffentliche Bibliothek" im Oldenburger Schloss aufgestellten 22.000 Bände waren zwei Jahre zuvor vom Universitätsreferenten der Hannoverschen Regierung, Georg Friedrich Brandes (1719 - 1791), angekauft worden. Brandes hatte eine enzyklopädisch angelegte Bibliothek zusammengetragen, deren Schwerpunkte in der Wissenschaftsgeschichte und in den Kulturwissenschaften, vor allem der Geschichte, der Altertumskunde und der Sprach- und Literaturwissenschaft lagen. Trotz ihres stark bibliophilen Charakters, wie er etwa in den reichgeschmückten Ledereinbänden und den zahlreichen prominenten Exlibris zum Ausdruck kommt, war der Bestand auf der Höhe seiner Zeit und sollte in Oldenburg auch so genutzt werden. Nicht höfischer Repräsentation diente er, sondern als wissenschaftliche Gebrauchsbibliothek für die Verwaltung und als frei zugängliche Bildungsbibliothek für das allgemeine Publikum, in den Worten des aufgeklärten Peter Friedrich Ludwig:  zur "Erleichterung der Erwerbung nützlicher Kenntnisse und Verbreitung des guten Geschmacks".

Nachdem die Auslagerung der Bibliothek nach Bremen während der französischen Besetzung Oldenburgs 1811 bis 1815 sie erfolgreich vor dem napoleonischen Zugriff geschützt hatte, finanzierte sie sich zwischen 1819 und 1844 mit den schwankenden Einkünften aus der ihren Bibliothekaren übertragenen Herausgabe offiziöser Zeitungen und Kalender. Aktuelle Literatur wurde erstanden, um Schwächen der Brandesschen Sammlung den Oldenburger Bedürfnissen entsprechend auszugleichen. In den Vordergrund rückte juristische, theologische, ökonomische, medizinische Literatur und natürlich die Oldenburgensien. Die laufende Erwerbung wurde ergänzt durch Ankäufe kompletter Privatbibliotheken und Verträge mit Lesezirkeln, die ihre Anschaffungen nach Ablauf des Turnus an die Bibliothek lieferten.

1846 erhielt die mittlerweile ca. 60.000 Bände starke Bibliothek ein eigenes Gebäude, in dem die Bände gruppensystematisch aufgestellt und erstmals durch einen einheitlichen, den gesamten Bestand erfassenden Alphabetischen und einen Systematischen Katalog  erschlossen wurden. Die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kontinuierliche Entwicklung des Bestandes bei sinkendem Etat fand ihr Ende mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges, mit der Inflation und der Weltwirtschaftskrise. Auch goldene zwanziger Jahre gab es nicht.

Erst nach der Stabilisierung der Wirtschaft erholte sich der Etat, ohne dass sich das auf die Qualität des Bestandes auswirkte. Die Erwerbung geriet von der finanziellen in die ideologische Misere; nationalsozialistische Literatur wurde bevorzugt gekauft. Immerhin verschaffte das seit 1933 geltende Pflichtexemplarrecht der Bibliothek einen erheblichen Gewinn an Oldenburgensien; vor allem die Zeitungssammlung profitierte davon. Auch nachdem das Pflichtexemplarrecht landesweit an die Niedersächsische Landesbibliothek in Hannover übergegangen ist, fungiert die Landesbibliothek als Depositorium aller Zeitungen des oldenburgischen Raumes. 1943 wurde das Gebäude der Bibliothek bei einem Luftangriff so schwer beschädigt, dass ihre damals 182.000 Bände in Notunterkünfte ausgelagert werden mussten. Die Kriegsverluste dürften ca. 10.000 Bände betragen.

Erst 1946 wurde die Bibliothek im alten Zeughaus der Oldenburger Artillerie an der Ofener Straße wieder benutzbar. 1987 zog sie an ihren heutigen Standort am Pferdemarkt um, der nun mehr als 920.000 Medieneinheiten beherbergt - ein seit dem Krieg mit knapp, aber beständig fließenden Mitteln aufgebauter Bestand einer wissenschaftlichen Universalbibliothek mit regionalem Schwerpunkt, die seit 1974 auch den Angehörigen der Oldenburger Universität zugute kommt.

Geschichte, Bestände und Aufgaben der Landesbibliothek sind in zahlreichen Veröffentlichungen dokumentiert; eine Auswahlbibliographie finden Sie in:

Ex Bibliotheca Oldenburgensi. Bibliothekarische Untersuchungen aus Anlass des 200jährigen Bestehens der Landesbibliothek Oldenburg. Hrsg. von Egbert Koolman. Oldenburg 1992 (Schriften der Landesbibliothek Oldenburg, 26), S. 383 - 392.

Stand: 16.03.2021  Pfeil nach oben