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 Über die LBO

Programm der Oldenburgischen Bibliotheksgesellschaft 2018

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Mittwoch, dem 10. Oktober 2018, um 19.00 Uhr
im Vortragssaal der Landesbibliothek
(Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg)

Dr. Evamaria Gruben (Düsseldorf):
Gartenbücher - Geschichte und Schönheit


Mittwoch, dem 26. September 2018, um 17.30 Uhr
im Treffpunkt: Eingang Gertrudenfriedhof
(Alexanderstr. 2, 26121 Oldenburg)

Dr. Jörgen Welp (Oldenburg):
Führung über den Gertrudenfriedhof

Der Oldenburger Gertruden-Kirchhof an der Gabelung zwischen Alexander- und Nadorster Straße war wie wohl die meisten Oldenburger und Oldenburgerinnen wissen, seit dem Ende des 18. Jahrhunderts der Hauptfriedhof der Stadt. Zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur sind seitdem hier bestattet, und auch in neuerer Zeit haben hier bekannte Oldenburger ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Besonders eindrucksvoll sind nicht nur die klassizistischen Grabstellen; es gibt eine große Anzahl äußerst qualitätsvoller Grabsteine, von denen viele sehr interessante Inschriften tragen, die es lohnt zu entdecken und in ihrer Bedeutung zu verstehen. Nicht zuletzt befinden sich hier mit der Gertrudenkapelle und dem Herzoglichen Mausoleum zwei der bedeutendsten Baudenkmale Oldenburgs.

Auf einem Rundgang werden wir den Gertruden-Kirchhof, der wohl insgesamt eine der eindrucksvollsten Parkanlagen Oldenburgs darstellt, gemeinsam erkunden und auch dann, wenn wir ihn schon zu kennen glauben, viel Neues entdecken und erklärt bekommen.

Dr. Jörgen Welp, stellvertretender Geschäftsführer der Oldenburgischen Landschaft und Vorstandsmitglied der Oldenburgischen Bibliotheksgesellschaft, hat Archäologie studiert und ist ein ausgewiesener Kenner der Kulturgeschichte Oldenburgs.


Mittwoch, dem 13. Juni 2018, um 19.00 Uhr
im Vortragssaal der Landesbibliothek
(Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg)

Dr. Matthias Bollmeyer (Jever):
Gelegenheitsschriften und Gelehrtenkultur im Nordwesten

Auch der Nordwesten des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation hatte in einem hohen Maße Anteil an der in den Zentren des Wissens blühenden Gelehrtenkultur. Auch die Gelehrten auf dem Lande nahmen am akademischen Leben teil und pflegten Freundschaftsnetze und Beziehungen in alle Richtungen. Dies erinnert bisweilen an moderne Social Network Services. Dank bibliographischer Datenbanken und der inhaltlichen Erschließungen der Drucke ist die Rekonstruktion derartiger Freundschaftskreise möglich. Sie belegt, wie Akademiker beispielsweise in Aurich oder Jever an den Zentren beteiligt waren. - Dieser Ansatz gibt einen neuen Zugriff auf die Kultur des Nordwestens und zeigt die Lebendigkeit des intellektuellen Lebens in unserer Region.

StR Dr. phil. Matthias Bollmeyer (Jever) hat Lateinische Philologie, Chemie, Evangelische Religion und Erziehungswissenschaft in Hamburg studiert. 2. Staatsexamen 2006, 2005-2008 Lehrbeauftragter an der Universität Hamburg; 2008-2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Mittelalter- und Frühneuzeitforschung der Universität Göttingen (Drittmittelprojekt "Lateinisches Welfenland"). Promotion 2010. Seit 2010 Studienrat am Gymnasium Ulricianum in Aurich, seit 2016 Lehraufträge für Neulateinische Philologie an der Universität Osnabrück. Zahlreiche Publikationen zu Gelegenheitsgedichten, zum historischen Buch- und Bibliothekswesen, zu Humanismus und Gelehrtenkultur sowie Landesgeschichte (Braunschweig-Lüneburg, Jeverland, Ostfriesland).


Mittwoch, dem 09. Mai 2018, um 19.00 Uhr
im Vortragssaal der Landesbibliothek
(Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg)

Dr. Walter Müller (Oldenburg):
Klopstocks Inschriften im Mausoleum auf dem Gertrudenfriedhof? Eine Spurensuche,
anschließend Mitgliederversammlung

Das Mausoleum des bis heute existierenden jüngeren Hauses Oldenburg steht in der Stadt Oldenburg ziemlich abseits und ist deshalb sehr vielen Oldenburger Bürgerinnen und Bürgern sowie den meisten Besucherinnen und Besuchern unbekannt und dies, obwohl es im damaligen Herzogtum Oldenburg als erstes Bauwerk im klassizistischen Stil errichtet und mit hochwertigen Kunstschätzen und literarischen Inschriften ausgestattet worden war. Die Herkunft der letzteren erscheint noch immer nicht geklärt. Vielfach werden die Verse einem der zur Zeit der Errichtung des Mausoleums angesehensten Dichter Deutschlands, Friedrich Gottlieb Klopstock, zugeschrieben. Der Erbauer des Mausoleums, Herzog Friedrich Ludwig, hat Klopstock mit der Anfertigung der Portal- und Grabinschriften beauftragt. Doch was bedeutet die Auftragsvergabe, selbst wenn Klopstock Entwürfe geliefert hat? Steht damit fest, dass er tatsächlich der Verfasser der Inschriften ist, wie dies in einer 1988 erschienenen Geschichte der Stadt Oldenburg nahegelegt wird

Dr. Walter Müller war bis zu seiner Pensionierung Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Oldenburg und befasst sich im Ruhestand vorwiegend mit regional- und literarhistorischen Themen aus der jüngeren Geschichte.


Dienstag, dem 24. April 2018, um 19.00 Uhr
im Vortragssaal der Landesbibliothek
(Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg)

PD Dr. Kestutis Daugirdas (Emden):
Die Johannes a Lasco Bibliothek in Emden

Die Ursprünge der Johannes a Lasco Bibliothek in Emden reichen bis in das 16. Jahrhundert zurück, als Gerhard tom Camp, Ratsmitglied der Stadt Emden und Kirchenältester, 1559 seine Bibliothek der reformierten Gemeinde überließ. Seitdem waren vergleichbare Schenkungen und Anschaffungen in einem nicht streng ausgerichteten thematischen Zuschnitt durchaus an der Tagesordnung. Im Laufe der Jahrhunderte führte dies dazu, dass man hier sowohl reichhaltige theologische als auch juristische, historische und Buchbestände im Sinne der einstigen artes liberales, also der in Mittelalter und Früher Neuzeit gängigen Studienfächer, sammelte. Als Spezialbibliothek für die Geschichte des reformierten Protestantismus, den sie aus der interdisziplinär wie interkonfessionell vergleichenden Perspektive in den Blick nimmt und als dessen bedeutender Wissensspeicher sie gilt, ist die Johannes a Lasco Bibliothek um die wissenschaftliche Aufarbeitung ihrer wertvollen und einzigartigen Bestände bemüht. Dabei bedient sie sich digitaler Editionstechnologien, die mit ihren wissenschaftlichen Auswertungsperspektiven gleichzeitig eine wichtige wissensorganisatorische Rolle spielen.
Der zweiteilige Vortrag gewährt einen Einblick in die bewegte Geschichte der Johannes a Lasco Bibliothek und in ihre digitalen Vorhaben.

Der Vortragende PD Dr. Kestutis Daugirdas hat Evangelische Theologie in Frankfurt/Main und Mainz studiert. Er wurde über ein reformationsgeschichtliches Thema in Mainz promoviert und habilitierte sich mit einer Arbeit zum Sozinianismus in Tübingen. Seit November 2017 ist er Wissenschaftlicher Vorstand der Johannes a Lasco Bibliothek.


Mittwoch, dem 21. März 2018, um 19.30 Uhr
im Vortragssaal der Landesbibliothek
(Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg)

Dr. Michael Knoche:
Die Idee der Bibliothek und ihre Zukunft

Buchvorstellung mit Michael Knoche und Lothar Müller (Süddeutsche Zeitung)

Die Benutzer strömen in Scharen in die Lesesäle und Gruppenarbeitsräume der wissenschaftlichen Bibliotheken. Dabei scheint die Aufgabe der Bibliotheken in Zeiten des Internets immer unklarer zu werden: Ist nicht das Wichtigste schon im Netz verfügbar? Welche Funktion hat die Bibliothek dann noch - ist sie ein Learning Center? Ein Logistikzentrum der Information? Ein sozialer Ort? Macht Teilen und Tauschen das Wesen der Bibliothek aus? Das neue Buch von Michael Knoche handelt davon, dass wissenschaftliche Bibliotheken seit den ältesten Tagen von Ninive und Alexandria eine Hauptaufgabe haben: Die Verantwortung für die Verfügbarkeit des Wissens. Ihr Zweck ist, Auskunft zu ermöglichen über den jeweils erreichten Stand des Wissens. In Lesung und Gespräch mit Lothar Müller von der Süddeutschen Zeitung diskutiert der Autor über die Notwendigkeit von Bibliotheken im 21. Jahrhundert.

Dr. Michael Knoche war bis 2016 Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar und zuvor auch vier Jahre lang Mitarbeiter des Springer-Verlags in Heidelberg. Nach "Auf dem Weg zur Forschungsbibliothek. Studien aus der Herzogin Anna Amalia Bibliothek" (Frankfurt/M. 2016) erschien von ihm zuletzt: "Die Idee der Bibliothek und ihre Zukunft" (Göttingen, Wallstein 2018).


Mittwoch, dem 21. Februar 2018, um 19.00 Uhr
im Vortragssaal der Landesbibliothek
(Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg)

Bodo v. Pape:
Diederich Uhlhorn.
Vom "Herzoglich Holsteinisch-Oldenburgischen Hofmechanicus"
zum Pionier des industriellen Zeitalters

Zu seinem 100. Todestag am 5. Oktober 1937 wurde Uhlhorn in Oldenburg noch mit großen Worten bedacht. Heute sucht man ihn selbst unter den "Forschern, Erfindern und Gelehrten im Oldenburger Land" vergebens. Das Jahr 2017 gab einen besonderen Anlass, sich an ihn zu erinnern: Genau 200 Jahre zuvor stellte Uhlhorn in Grevenbroich den Prototyp seiner Kniehebel-Münzpresse vor. Bis 1876 wurden 200 Exemplare dieser Maschine in die ganze Welt ausgeliefert.
In dem Vortrag geht es um die Spuren dieses "unerschöpflichen, seltenen Mannes" in seinen frühen Jahren, also in Bockhorn und ab 1801 in Oldenburg. Der Sohn eines Tischlers baute als Autodidakt Instrumente und wissenschaftliche Geräte. Für den Bau eines achromatischen Fernrohrs verlieh ihm sein Landesherr 1796 den Titel "Hofmechanicus". In den Oldenburger Jahren rückte dann die Konstruktion von Maschinen in den Vordergrund. Dazu pendelte Uhlhorn zumeist ins Rheinland, wohin er 1810 umzog. In seine Oldenburger Zeit fällt die Niederschrift des Werkes Entdeckungen in der Höhern Geometrie (1809). In ihm zeigt er neben Originalität eine erstaunliche Tiefe in der Durchdringung antiker mathematischer Lösungen.

Bodo v. Pape hat Mathematik, Physik und Philosophie studiert. Bis zum Eintritt in den Ruhestand war er als Lehrer tätig. Zum aktuellen Thema hat er im vergangenen Jahr in der Region Vorträge gehalten. Seine Erkenntnisse zu Uhlhorns mathematischem Werk hat er parallel dazu in Fachzeitschriften veröffentlicht.


Alle Veranstaltungen finden in der Regel jeweils um 19.00 Uhr
im Vortragssaal der Landesbibliothek Oldenburg
Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg, statt.

Der Eintritt ist frei.


Weitere Informationen:
Prof. Dr. Detlef Haberland, 1. Vorsitzender
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa,
Johann-Justus-Weg 147a, 26127 Oldenburg,
Tel. 0441 / 96195-13
detlef.haberland@bkge.uni-oldenburg.de

Geschäftsstelle der
Oldenburgischen Bibliotheksgesellschaft
c/o Landesbibliothek Oldenburg
Postfach 3480
26024 Oldenburg
Tel. 0441-505018-0 Fax: 0441-505018-14

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Stand: 19.09.2018

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