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Programm der Oldenburgischen Bibliotheksgesellschaft 2019

Florian IsenseeMittwoch, dem 24. April 2019, um 19.00 Uhr
im Vortragssaal der Landesbibliothek
(Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg)

Florian Isensee:
Wie entsteht ein Buch in einem regionalen Buchverlag?

Der Oldenburger Verleger Florian Isensee gibt in seinem Vortrag einen Einblick in seine Erfahrungen aus über 25 Jahren im Verlagsbereich. Ist die Arbeit im Lektorat komplett anders als in einem überregionalen Buchverlag? Wie wichtig ist das Verlagsprofil für den Verlag und wie muss das Lektorat darauf reagieren? Vor dem Hintergrund der von der Stiftung Buchkunst als "Schönste deutsche Bücher 2018" ausgezeichneten Editionen wird Florian Isensee über den Weg der Buchherstellung sprechen: Was führt zu schönen und außergewöhnlichen Büchern? Hat das gedruckte Buch noch eine Zukunft? Oder müssen wir uns bald mit der Schönheit eines E-Book-Readers begnügen? Wir weisen gleichzeitig auf die Ausstellung der "Schönsten deutschen Bücher" hin, die seit dem 1. April bis Samstag, den 4. Mai in der Landesbibliothek präsentiert werden.

Florian Isensee leitet seit 1994 den gleichnamigen Oldenburger Verlag, der im Jahr 1892 in Oldenburg gegründet wurde. Hauptschwerpunkte des Verlags sind traditionell Publikationen über Geschichte und Kultur des Oldenburger Landes, darüber hinaus aber zunehmend auch wissenschaftliche wie populärwissenschaftliche Werke aus den Bereichen Kunst, Kulturgeschichte sowie Archäologie.


Titelblatt der Zeitschrift Kladderadatsch, Heft 3 1919: 'Damenwahl am 19. Januar' (Gustav Brandt) Flugblatt 'Eure Kinder brauchen Frieden und Brot. Darum Frauenwählt!' Mittwoch, dem 3. April 2019, um 19.00 Uhr
im Vortragssaal der Landesbibliothek
(Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg)

Dr. Frauke Geyken
Auch wir wollen die Wahl haben!
Der lange Weg der deutschen Frauen zum politischen Frauenstimmrecht


Wahlberechtigt sind alle deutschen Männer und Frauen, die am Wahltag das 20. Lebensjahr vollendet haben.

Mit diesem Satz im neuen Wahlgesetz vom Januar 1919 war nicht nur das ungleiche preußische Dreiklassenwahlrecht abgeschafft, sondern - gewissermaßen mit einem Federstrich - auch das aktive Frauenwahl- und das passive Frauenstimmrecht eingeführt worden.

Es war keineswegs der verlorene Erste Weltkrieg, der als Auslöser für diese Entwicklung gelten kann. Zu glauben, den deutschen Frauen sei dieses Wahlrecht gewissermaßen in den Schoß gefallen, hieße einen jahrzehntelangen Kampf negieren, den sowohl einzelne Frauen als auch verschiedene Flügel der Frauenbewegung bereits im 19. Jahrhundert begonnen hatten. Die Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland im November 1919 ist vielmehr als eine Etappe auf dem langen Weg der Demokratisierung zu verstehen - als Prozess, der ungefähr 100 Jahre vor seiner Einführung begann - und der auch nicht 1918/19 endete.

Allein durch die Möglichkeit, aktiv zu wählen und passiv gewählt werden zu können, ist, wie wir heute wissen, die Gleichberechtigung der Geschlechter nicht zu erreichen gewesen.

Frauke Geyken
Dr. Frauke Geyken hat Geschichtswissenschaft, Skandinavistik und Anglistik in Göttingen studiert und ist mit einer Arbeit über "Gentlemen auf Reisen. Das britische Deutschlandbild im 18. Jahrhundert" promoviert worden. Nach langjähriger Arbeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Göttingen lebt sie heute als freie Historikerin und Publizistin.
Sie hat 2011 eine vielbeachtete Biographie über Freya von Moltke (Freya von Moltke. Ein Jahrhundertleben) vorgelegt; 2014 erschien ihre ebenfalls bei C. H. Beck verlegte stark beachtete Studie "Wir standen nichtabseits. Frauen im Widerstand gegen Hitler".

Frauke Geyken arbeitet bei wissenschaftlichen Recherchen, Konzeptionen und Katalogen für verschiedene Ausstellungen mit, beispielsweise bei der Neugestaltung der Dauerausstellung im Hessischen Landesmuseum Kassel zu den Themen "Lebensreform und Frauenraum"; sie hat über Annedore Leber veröffentlicht und ist seit 2018 freie Mitarbeiterin im Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel.


aus: Handschrift Gisela Agnes von Anhalt-Köthen, Prinzessin Frederica von Anhalt, La Gloire du sexe - Les femmes illustres, Provenienzeintrag von Sophia Augusta Mittwoch, dem 13. März 2019, um 19.00 Uhr
im Vortragssaal der Landesbibliothek
(Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg)

Dr. Anja Belemann-Smit:
Auf den Spuren von Frauen in der Alten Bibliothek des Mariengymnasiums Jever

Betritt man die Alte Bibliothek des Mariengymnasiums in Jever, ist man mit einer Welt konfrontiert, die nur aus Männern zu bestehen scheint: Die Alte Bibliothek bietet vor allem Bücher von Männern - Bücher über Männer, die sich an Männer richten.

Die Recherche nach den Spuren von Frauen in der Bibliothek ermöglicht allerdings Funde, die erstaunen:
Zwar ist die Anzahl der weiblichen Autorinnen gering, aber unter ihren Büchern finden sich besondere Schätze: beispielsweise ein geradezu feministischer Text, eine Handschrift, die als Patent gegen einen Angriff auf die Erbfolge vorgeht, oder ein barocker Roman, der von einer Liebesgeschichte zwischen einer Prinzessin und dem Wesir eines Sultans handelt. Auch die Suche nach Büchern, die sich in weiblichem Besitz befanden, fördert Bemerkenswertes zutage: wunderschöne Einbände und Kleinodien. Spannend ist auch der Blick auf die Bücher, die sich dezidiert an Frauen richten und die hauptsächlich von Frauen gelesen wurden.

Anja Belemann-SmitDr. Anja Belemann-Smit, Jahrgang 1971, studierte Geschichtswissenschaft und Germanistik in Marburg, Prag und Hamburg und promovierte über die Geschichte der Pädagogik. Sie absolvierte das Referendariat für den Höheren Schuldienst in Berlin und ist seit 2006 am Mariengymnasium Jever als Studienrätin für Deutsch, Geschichte und Darstellendes Spiel tätig. Seit 2014 leitet sie als Oberstudienrätin die Gesamtbibliothek des Mariengymnasiums, die mit einem zeitgenössischen Buchbestand von ca. 30.000 Bänden für Wissen und Unterhaltung auch den Schulunterricht unterstützt, insbesondere zur Leseförderung. Darüber hinaus besitzt die Bibliothek eine vor Ort gewachsene historische Abteilung. Diese umfasst rund 14.000 Titel der Jahre 1491 bis 1918. Dazu gehören Inkunabeln und Frühdrucke aus der Renaissance sowie frühneuzeitliche Handschriften, Archivalien, Landkarten und eine Notensammlung aus dem Barockzeitalter. Ein Schwerpunkt des Bestandes ist die regionale Geschichte.


Hans Christian Andersen: Hüpfender Pierrot / Odense-City-Museums

Mittwoch, dem 16. Januar 2019, um 19.00 Uhr
im Vortragssaal der Landesbibliothek
(Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg)

Hans Christian Andersen.
Poet mit Feder und Schere.

Ein Portrait in Wort,
Bild und Musik
mit Detlef Stein (Wort)
und Joke Flecijn (Cello)

Exkursion in die Kunsthalle Bremen
am Samstag, dem 26. Januar 2019,
zur Ausstellung "Hans Christian Andersen. Poet mit Feder und Schere"

Vortrag und Exkursion werden veranstaltet von der
Oldenburgischen Bibliotheksgesellschaft,
der Goethe-Gesellschaft Oldenburg und der
Landesbibliothek Oldenburg.


Alle Veranstaltungen finden in der Regel jeweils um 19.00 Uhr
im Vortragssaal der Landesbibliothek Oldenburg
Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg, statt.

Der Eintritt ist frei.


Weitere Informationen:

Dr. Anne Wallrath-Janssen, Vorsitzende

Geschäftsstelle der Oldenburgischen Bibliotheksgesellschaft
c/o Landesbibliothek Oldenburg
Postfach 3480
26024 Oldenburg

Tel. 0441-505018-0 Fax: 0441-505018-14
E-Mail: grundmannat-Zeichenlb-oldenburg.de

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Stand: 11.04.2019

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