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Aldinen: Buchschätze der venezianischen Renaissance

Ganz frisch erschienen ist der Katalog der Drucke des Aldus Manutius in der Landesbibliothek Oldenburg. Ausgewählte Originale werden nun in einer Kabinettausstellung gezeigt.


Die Landesbibliothek Oldenburg bewahrt 275 Werke aus der venezianischen Offizin von Aldus Manutius (um 1450–1515) und seinen Nachfolgern. In dem jetzt erschienen Katalog sind diese kostbaren Drucke der Renaissance erstmals vollständig wissenschaftlich beschrieben und auch online für Forschung und interessierte Öffentlichkeit zugänglich.

Der italienische Humanist und Druckerverleger Aldus Manutius gründete 1495 in Venedig eine Offizin, die sich besonders der Edition von Texten griechischer und römischer Autoren widmete. Seine Drucke (Aldinen) setzten auch in Typographie und Gestaltung neue Maßstäbe. Die Offizin bestand unter Aldus’ Nachfolgern noch bis 1598 fort. Aldinen wurden bereits seit dem 16. Jahrhundert als Texteditionen und als ästhetische Objekte von Gelehrten und Bibliophilen gleichermaßen geschätzt.

Ausgewählte Bände der Aldinensammlung sind bis zum 21.3.26 in einer Kabinettausstellung in der Landesbibliothek zu sehen, darunter niederländische Prachteinbände sowie eine Widmung Melanchthons an Erasmus von Rotterdam und eine eigenhändig gemalte Miniatur von Albrecht Dürer.

»Von iedem Meister ein paar Stücke heißet es für eine Bibliothek nichts«.
Katalog der Drucke des Aldus Manutius und seiner Nachfolger in der Landesbibliothek Oldenburg. Bearbeitet und herausgegeben von Detlef Haberland mit Beiträgen von Matthias Bley und Astrid Steiner-Weber. Baden-Baden: Olms, 2025. 455 S., zahlr. Ill.

ISBN 978-3-487-17179-1 (Print)
Printausgabe bei ORBISplus anzeigen

ISBN 978-3-487-17180-7 (ePDF)
DOI: https://doi.org/10.5771/9783487171807

Wir danken dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung sowie der Oldenburgische Bibliotheksgesellschaft für die Förderung der Publikation.

Stand: 24.02.2026